Kurzbeschreibung:
"Florentyna Kane, die Tochter des legendären Hotelmagnaten Abel Rosnovski, hat es in einer beispiellosen Karriere bis ins Weiße Haus geschafft. Sie ist die erste amerikanische Präsidentin und fest entschlossen, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Doch das Schicksal hält schwere Prüfungen bereit. Durch puren Zufall erfährt das FBI von einem perfiden Mordanschlag auf Florentyna Kane. Fünf Personen kennen alle Details - eine Stunde später sind vier von ihnen tot. Nur der Agent Mark Andrews bleibt übrig. Er hat sieben Tage Zeit, das Attentat zu verhindern. Andrews kann sich niemandem anvertrauen... und die Frau, die er liebt, ist die Tochter des hauptverdächtigen Senators."
Fazit:
"Kains Erbe" ist der dritte und somit letzte Band der Trilogie um Abel Rosnovski und William Lowell Kane bzw. deren Nachkommen.
Ich neige bei nachfolgenden Teilen dazu, die Klappentexte vorher nicht zu lesen, da diese leider oft zuviel verraten. Dies kann allerdings, wie in diesem Fall, zur Folge haben, dass ich etwas vollkommen anderes erwarte, als ich bekomme.
Da "Kain und Abel", der Auftaktband, aus der Sicht von Abel und William geschrieben ist und der zweite Teil aus Sicht von Florentyna, hatte ich mich auf einen erneuten Ablauf der Geschehnisse aus Richards Sicht eingestellt und nur gehofft, dass die Teile, die man bereits aus den anderen beiden Bänden kennt, kurz gehalten werden.
Tatsächlich ist "Kains Erbe" aber etwas vollkommen anderes. Nicht Vergangenes wird erneut aufgerollt, sondern es geht weiter nach vorn. Florentyna hat ihr Ziel erreicht und ist die erste amerikanische Präsidentin im Weißen Haus. Dennoch ist sie in diesem Buch eher eine Nebenfigur.
Der Fokus liegt bei Mark Andrews, einem sehr sympathischen und intelligenten Charakter, der urplötzlich auf sich allein gestellt und von Feinden umzingelt ist. Sehr schön ausgearbeitet hat Jeffrey Archer die Seilschaften und Animositäten zwischen den einzelnen Regierungsinstitutionen und wie jeder versucht, sich nicht in die Karten schauen zu lassen, die jeweils anderen aber gern für ihre Zwecke nutzt.
Mark spielt ein gefährliches Spiel gegen die Zeit und so begleitet der Leser ihn spannungsgeladen - noch lieber wäre mir ein wenig Atemlosigkeit gewesen, aber dafür reichte das Spannungslevel dann doch nicht aus.
Der Lesefluss ist sehr gut und man findet schnell in die Geschichte hinein. Langeweile sucht man vergebens, immer tickt die Uhr im Hinterkopf und man hofft und bangt, dass des Rätsels Lösung vor Ablauf der Zeit gefunden wird.
Ein anderer Abschluß der Trilogie, als ich erwartet habe, aber kein schlechter. "Kains Erbe" lässt sich schon wegen der komplett anderen Protagonisten auch problemlos ohne Kenntnis der anderen beiden Bände lesen.
Auch wenn die Trilogie für mich nicht an die Clifton-Saga heranreicht, habe ich sehr gern Lesezeit mit Abel, William, Florentyna und Richard verbracht und bin schon sehr gespannt auf den Beginn der neuen Reihe, die uns Anfang kommenden Jahres erreichen wird.
Jeffrey Archer
"Kains Erbe"
erschienen im Heyne-Verlag
Jeder Mensch braucht seine kleinen Fluchten aus dem Alltag - ich finde meine in Büchern
Bücher
Bücher lesen heißt, wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben über die Sterne.
- Jean Paul
- Jean Paul
Sonntag, 5. August 2018
[Rezension] Patricia Cornwell - Paranoia
Kurzbeschreibung:
"Während Gerichtsmedizinerin Kay Scarpetta einen Tatort untersucht, geht auf ihrem Handy ein Video ein. Als sie es abspielt, traut sie ihren Augen nicht. Der Clip zeigt ihr Nichte Lucy bei einer schweren Straftat. Und es folgen weitere Videos. Um ihre Familie zu schützen und ihrer Nichte zu helfen, darf Scarpetta sich niemandem anvertrauen. Auf sich allein gestellt, wird sie schon bald mit einer grausamen Mordserie konfrontiert, die einen bösen Verdacht bestätigt - ein totgeglaubter Feind aus ihrer Vergangenheit treibt ein abgründiges Spiel mit ihr..."
Fazit:
"Paranoia" ist der 23. Teil der Reihe um Kay Scarpetta - unfassbar eigentlich, dass eine Reihe so lang besteht. Allerdings merkt man ihr die Alterserscheinungen auch wirklich an.
Selbst mir, als Kay Scarpetta - Fan von Anfang an, wird es doch langsam zu...hm, ich scheue mich, das Wort "langweilig" zu benutzen, denn langweilig ist das Buch nicht, sonst hätte ich es nicht zu Ende gelesen, allerdings eindeutig zu spannungsarm.
Das liegt vor allem an einem Mangel an Handlung, denn wirklich viel passiert in "Paranoia" nicht, das meist spielt sich einfach in Kays Kopf ab. Und diese über viele Seiten gehenden Monologe und mentalen Rückblicke sind es, die das ganze im Grunde so langatmig werden lassen.
Das liest sich nun so, als habe das Buch gar nichts zu bieten, was nicht stimmt, allerdings nur den Lesern, die von Anfang an an der Figur Kay und natürlich auch ihrer Nichte Lucy Interesse hatten, denn Rätsel der Vergangenheit werden hier gelöst bzw. dem Leser die Lösung mitgeteilt. Aber ein Leser, der zufällig auf das Buch stößt und einen spannungsgeladenen Roman erwartet, wird mit Sicherheit enttäuscht sein.
Da ich den Nachfolger "Totenstarre" bereits gelesen habe, weiß ich, dass dieser Zustand auch dort noch anhält. Dennoch mag ich die Hoffnung nicht aufgeben, dass Patricia Cornwell die Kehrtwende noch schafft und zu den mitreißenden Fällen der ersten Jahre zurückfindet. Zu schade wäre es, die Reihe endgültig abschreiben zu müssen.
Patricia Cornwell
"Paranoia"
erschienen beim Goldmann-Verlag
"Während Gerichtsmedizinerin Kay Scarpetta einen Tatort untersucht, geht auf ihrem Handy ein Video ein. Als sie es abspielt, traut sie ihren Augen nicht. Der Clip zeigt ihr Nichte Lucy bei einer schweren Straftat. Und es folgen weitere Videos. Um ihre Familie zu schützen und ihrer Nichte zu helfen, darf Scarpetta sich niemandem anvertrauen. Auf sich allein gestellt, wird sie schon bald mit einer grausamen Mordserie konfrontiert, die einen bösen Verdacht bestätigt - ein totgeglaubter Feind aus ihrer Vergangenheit treibt ein abgründiges Spiel mit ihr..."
Fazit:
"Paranoia" ist der 23. Teil der Reihe um Kay Scarpetta - unfassbar eigentlich, dass eine Reihe so lang besteht. Allerdings merkt man ihr die Alterserscheinungen auch wirklich an.
Selbst mir, als Kay Scarpetta - Fan von Anfang an, wird es doch langsam zu...hm, ich scheue mich, das Wort "langweilig" zu benutzen, denn langweilig ist das Buch nicht, sonst hätte ich es nicht zu Ende gelesen, allerdings eindeutig zu spannungsarm.
Das liegt vor allem an einem Mangel an Handlung, denn wirklich viel passiert in "Paranoia" nicht, das meist spielt sich einfach in Kays Kopf ab. Und diese über viele Seiten gehenden Monologe und mentalen Rückblicke sind es, die das ganze im Grunde so langatmig werden lassen.
Das liest sich nun so, als habe das Buch gar nichts zu bieten, was nicht stimmt, allerdings nur den Lesern, die von Anfang an an der Figur Kay und natürlich auch ihrer Nichte Lucy Interesse hatten, denn Rätsel der Vergangenheit werden hier gelöst bzw. dem Leser die Lösung mitgeteilt. Aber ein Leser, der zufällig auf das Buch stößt und einen spannungsgeladenen Roman erwartet, wird mit Sicherheit enttäuscht sein.
Da ich den Nachfolger "Totenstarre" bereits gelesen habe, weiß ich, dass dieser Zustand auch dort noch anhält. Dennoch mag ich die Hoffnung nicht aufgeben, dass Patricia Cornwell die Kehrtwende noch schafft und zu den mitreißenden Fällen der ersten Jahre zurückfindet. Zu schade wäre es, die Reihe endgültig abschreiben zu müssen.
Patricia Cornwell
"Paranoia"
erschienen beim Goldmann-Verlag
[Rezension] Sina Jorritsma - Friesenjuwel
Kurzbeschreibung:
"Bei einem Überfall auf das renommierte Juweliergeschäft Hettinga auf Borkum wird der Inhaber getötet. Schnell wird den Inselkommissaren Mona Sander und Enno Moll klar, dass es sich keineswegs um einen "normalen" Raubüberfall handelte, denn ganz offensichtlich kannte der Räuber die Kombination des Safes. Und warum wurde nur eine ganz bestimmte wertvolle Schmucksammlung gestohlen, eine große Summe Bargeldes aber liegen gelassen? Und warum wurde der unbewaffnete Juwelier erschossen? Systematisch gehen sie den verschiedensten Hinweisen nach und je tiefer sie graben, auf umso mehr Abgründe stoßen sie - verbotenes Glücksspiel, Hehlerei und Drogen auf der beschaulichen Nordseeinsel!"
Fazit:
"Friesenjuwel" ist der siebte Teil der Reihe um Mona Sander und Enno Moll. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man "Friesenjuwel" auch vollkommen ohne Vorkenntnisse lesen kann, denn auch für mich war es die erste Begegnung mit den Ermittlern.
Ich bin immer versucht nur Mona Sander zu erwähnen und Enno zu vergessen. Ich weiß nicht, wie das in den vorherigen Teilen war, aber hier steht Mona eindeutig im Vordergrund und zieht die Aufmerksamkeit auf sich. Generell sind die beiden aber ein tolles Gespann: Der etwas ältere Ur-Borkumer Enno und die junge zugereiste Mona: unterschiedlich wie Ebbe und Flut ergänzen sie sich doch sehr gut.
Die Charaktere sind alle sehr lebensecht, nicht nur unsere Ermittler, auch die anderen Protagonisten der Handlung könnten genau so auch um die Ecke wohnen, mitsamt ihrer Ecken, Kanten, Macken und Geheimnisse.
Der Lesefluss ist gut, es gibt keine langatmigen Passagen und die Autorin führt den Leser mehr als einmal auf den Holzweg. Des Rätsels Lösung hätte anfangs niemand so erwartet, das weiß ich zu schätzen.
Ein wenig zu beschaulich war mir der Schreibstil, da hätte ein wenig mehr Pfeffer drin sein können, aber insgesamt hat mich Sina Jorritsma mit "Friesenjuwel" gut unterhalten und ich werde Mona (und Enno natürlich) sich noch einmal wiederlesen!!
Sina Jorritsma
"Friesenjuwel"
erschienen im Klaramt-Verlag
"Bei einem Überfall auf das renommierte Juweliergeschäft Hettinga auf Borkum wird der Inhaber getötet. Schnell wird den Inselkommissaren Mona Sander und Enno Moll klar, dass es sich keineswegs um einen "normalen" Raubüberfall handelte, denn ganz offensichtlich kannte der Räuber die Kombination des Safes. Und warum wurde nur eine ganz bestimmte wertvolle Schmucksammlung gestohlen, eine große Summe Bargeldes aber liegen gelassen? Und warum wurde der unbewaffnete Juwelier erschossen? Systematisch gehen sie den verschiedensten Hinweisen nach und je tiefer sie graben, auf umso mehr Abgründe stoßen sie - verbotenes Glücksspiel, Hehlerei und Drogen auf der beschaulichen Nordseeinsel!"
Fazit:
"Friesenjuwel" ist der siebte Teil der Reihe um Mona Sander und Enno Moll. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man "Friesenjuwel" auch vollkommen ohne Vorkenntnisse lesen kann, denn auch für mich war es die erste Begegnung mit den Ermittlern.
Ich bin immer versucht nur Mona Sander zu erwähnen und Enno zu vergessen. Ich weiß nicht, wie das in den vorherigen Teilen war, aber hier steht Mona eindeutig im Vordergrund und zieht die Aufmerksamkeit auf sich. Generell sind die beiden aber ein tolles Gespann: Der etwas ältere Ur-Borkumer Enno und die junge zugereiste Mona: unterschiedlich wie Ebbe und Flut ergänzen sie sich doch sehr gut.
Die Charaktere sind alle sehr lebensecht, nicht nur unsere Ermittler, auch die anderen Protagonisten der Handlung könnten genau so auch um die Ecke wohnen, mitsamt ihrer Ecken, Kanten, Macken und Geheimnisse.
Der Lesefluss ist gut, es gibt keine langatmigen Passagen und die Autorin führt den Leser mehr als einmal auf den Holzweg. Des Rätsels Lösung hätte anfangs niemand so erwartet, das weiß ich zu schätzen.
Ein wenig zu beschaulich war mir der Schreibstil, da hätte ein wenig mehr Pfeffer drin sein können, aber insgesamt hat mich Sina Jorritsma mit "Friesenjuwel" gut unterhalten und ich werde Mona (und Enno natürlich) sich noch einmal wiederlesen!!
Sina Jorritsma
"Friesenjuwel"
erschienen im Klaramt-Verlag
Samstag, 4. August 2018
[Rezension] Sandra Florean - Die Seelenspringerin - Maskerade
Kurzbeschreibung:
""Instinktiv wusste Tess, dass sie in diesem Strudel aus Halbwahrheiten und Intrigen ertrinken würde."
Tess beobachtet während einem ihrer Seelensprünge einen Mord an einer Frau, die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht. Bei den Ermittlungen kommen sie und Polizist Jim Thompson jedoch nur schleppend voran. Ausgerechnet ihre Gabe, unkontrolliert in die Seelen übernatürlicher Wesen zu springen, bringt sie in die Zwickmühle. Durch sie sieht Tess plötzlich Dinge, die einen Unschuldigen belasten könnten. Als sie dann noch hinter ein brisantes Geheimnis kommt, wird sie mit einer neuen Realität konfrontiert und vor eine schwere Entscheidung gestellt."
Fazit:
"Die Seelenspingerin - Maskerade" ist der dritte Teil von Sandra Floreans Reihe um Tess, die in einer Welt lebt, wo sich übernatürliche Wesen wie Vampire und Gestaltwandler in die menschliche Gesellschaft integriert haben.
Um alle Hintergründe zu verstehen, ist es sicher sinnvoll, am Anfang der Reihe zu beginnen, gerade was die Energie zwischen den einzelnen Protagonisten betrifft. Vom jeweils vordergründigen Fall her kann man die Teile aber auch unabhängig voneinander lesen.
Wieder einmal wird Tess in einen Kriminalfall hineingezogen und versucht zusammen mit Jim, den Täter zu finden. In diesem Zusammenhang freue ich mich sehr, dass Jim in diesem Teil deutlich gegenwärtiger ist als im letzten, ihn habe ich da nämlich ziemlich vermisst.
Überhaupt trifft man viele alte Bekannte wieder und neben dem offensichtlichen Fall, der auch sehr interessante Hintergründe mit sich bringt, sind es diese Beziehungen, die die Faszination der ganzen Reihe ausmachen. Mein Favorit war ja schon immer Octavian, der Vampirführer, und mit den Entwicklungen, die "Die Seelenspringerin - Maskerade" mich sich bringt, weiß ich wieder einmal mehr, wieso das so ist!
Der Schreibstil ist wie immer einnehmend und humorvoll, die Geschichte interessant und unterhaltsam und auch emotional lässt sie den Leser nicht kalt.
Eine sehr gelungene Fortsetzung, die noch immer neugierig auf die Weiterentwicklung der Reihe macht!
Sandra Florean
"Die Seelenspringerin - Maskerade"
""Instinktiv wusste Tess, dass sie in diesem Strudel aus Halbwahrheiten und Intrigen ertrinken würde."
Tess beobachtet während einem ihrer Seelensprünge einen Mord an einer Frau, die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht. Bei den Ermittlungen kommen sie und Polizist Jim Thompson jedoch nur schleppend voran. Ausgerechnet ihre Gabe, unkontrolliert in die Seelen übernatürlicher Wesen zu springen, bringt sie in die Zwickmühle. Durch sie sieht Tess plötzlich Dinge, die einen Unschuldigen belasten könnten. Als sie dann noch hinter ein brisantes Geheimnis kommt, wird sie mit einer neuen Realität konfrontiert und vor eine schwere Entscheidung gestellt."
Fazit:
"Die Seelenspingerin - Maskerade" ist der dritte Teil von Sandra Floreans Reihe um Tess, die in einer Welt lebt, wo sich übernatürliche Wesen wie Vampire und Gestaltwandler in die menschliche Gesellschaft integriert haben.
Um alle Hintergründe zu verstehen, ist es sicher sinnvoll, am Anfang der Reihe zu beginnen, gerade was die Energie zwischen den einzelnen Protagonisten betrifft. Vom jeweils vordergründigen Fall her kann man die Teile aber auch unabhängig voneinander lesen.
Wieder einmal wird Tess in einen Kriminalfall hineingezogen und versucht zusammen mit Jim, den Täter zu finden. In diesem Zusammenhang freue ich mich sehr, dass Jim in diesem Teil deutlich gegenwärtiger ist als im letzten, ihn habe ich da nämlich ziemlich vermisst.
Überhaupt trifft man viele alte Bekannte wieder und neben dem offensichtlichen Fall, der auch sehr interessante Hintergründe mit sich bringt, sind es diese Beziehungen, die die Faszination der ganzen Reihe ausmachen. Mein Favorit war ja schon immer Octavian, der Vampirführer, und mit den Entwicklungen, die "Die Seelenspringerin - Maskerade" mich sich bringt, weiß ich wieder einmal mehr, wieso das so ist!
Der Schreibstil ist wie immer einnehmend und humorvoll, die Geschichte interessant und unterhaltsam und auch emotional lässt sie den Leser nicht kalt.
Eine sehr gelungene Fortsetzung, die noch immer neugierig auf die Weiterentwicklung der Reihe macht!
Sandra Florean
"Die Seelenspringerin - Maskerade"
Dienstag, 31. Juli 2018
[Rezension] E. M. Tippetts - Schlafloses Dornröschen [Nicht mein Märchen 6]
Kurzbeschreibung:
"Die Geburt von Chloes erstem Kind hätte so perfekt sein können...
Wenn bloß ihr Baby nicht zwei Wochen zu früh gekommen wäre.
Wenn Jason bloß keine Überstunden schieben müsste, um seine Fernsehserie zu retten.
Wenn die Filmcrew bloß keinen Streit mit den Archäologen hätte, die neben dem Filmset arbeiten.
Wenn die Archäologen bloß keine Leiche gefunden hätten.
Wenn bloß der einzige Tatverdächtige nicht der Freund der süßen Lizzie Warner wäre, in den sie Hals über Kopf verliebt ist...
In Chloes erster Woche als frischgebackene Mutter läuft wirklich alles anders, als sie gehofft hat - doch sie ist fest entschlossen, den Mord aufzuklären, koste es, was es wolle. Schlafen kann sie dann vielleicht in der zweiten Woche."
Fazit:
"Schlafloses Dornröschen" ist bereits der sechste Teil von E. M. Tippetts Reihe "Nicht mein Märchen" und dennoch ist noch keine Langeweile in Sicht.
Chloe bleibt sich und ihrer Art treu und stolpert mal wieder eher ungewollt in ein Verbrechen hinein - aber einmal dabei, kann sie die Finger auch nicht mehr davon lassen. Da stört es auch nicht weiter, dass sie praktisch direkt aus dem Kreißsaal auf Spurensuche geht.
Soviel wie Chloe in den Tagen nach der Geburt läuft, kann sie eigentlich keinen Beckenboden haben, aber dieses Manko wollen wir ihr und der Autorin verzeihen, denn auch "Schlafloses Dornröschen" ist gewohnt unterhaltsam und humorig geschrieben.
Wir treffen viele liebgewordene Charaktere wieder und ich fand es erfrischend, dass Chloes Halbbruder nun keine Rolle mehr spielt, der fing langsam an, anstrengend zu werden.
So ist "Schlafloses Dornröschen" eine wunderbar kurzweilige Unterhaltung, die den Leser schmunzeln und miträtseln lässt, immer mit der Gewissheit, dass Chloe am Ende schon alles lösen wird.
Die berufliche Perspektive, die sich am Ende ergibt, lässt den Leser dann bereits neugierig auf den nächsten Teil von Chloe und Jason und nun natürlich auch Bethany werden.
Herrlich unterhaltsame Sommerlektüre - man kann "Schlafloses Dornröschen" auch ohne Vorkenntnisse lesen, aber das ist natürlich nur der halbe Spaß.
E. M. Tippetts
"Schlafloses Dornröschen"
"Die Geburt von Chloes erstem Kind hätte so perfekt sein können...
Wenn bloß ihr Baby nicht zwei Wochen zu früh gekommen wäre.
Wenn Jason bloß keine Überstunden schieben müsste, um seine Fernsehserie zu retten.
Wenn die Filmcrew bloß keinen Streit mit den Archäologen hätte, die neben dem Filmset arbeiten.
Wenn die Archäologen bloß keine Leiche gefunden hätten.
Wenn bloß der einzige Tatverdächtige nicht der Freund der süßen Lizzie Warner wäre, in den sie Hals über Kopf verliebt ist...
In Chloes erster Woche als frischgebackene Mutter läuft wirklich alles anders, als sie gehofft hat - doch sie ist fest entschlossen, den Mord aufzuklären, koste es, was es wolle. Schlafen kann sie dann vielleicht in der zweiten Woche."
Fazit:
"Schlafloses Dornröschen" ist bereits der sechste Teil von E. M. Tippetts Reihe "Nicht mein Märchen" und dennoch ist noch keine Langeweile in Sicht.
Chloe bleibt sich und ihrer Art treu und stolpert mal wieder eher ungewollt in ein Verbrechen hinein - aber einmal dabei, kann sie die Finger auch nicht mehr davon lassen. Da stört es auch nicht weiter, dass sie praktisch direkt aus dem Kreißsaal auf Spurensuche geht.
Soviel wie Chloe in den Tagen nach der Geburt läuft, kann sie eigentlich keinen Beckenboden haben, aber dieses Manko wollen wir ihr und der Autorin verzeihen, denn auch "Schlafloses Dornröschen" ist gewohnt unterhaltsam und humorig geschrieben.
Wir treffen viele liebgewordene Charaktere wieder und ich fand es erfrischend, dass Chloes Halbbruder nun keine Rolle mehr spielt, der fing langsam an, anstrengend zu werden.
So ist "Schlafloses Dornröschen" eine wunderbar kurzweilige Unterhaltung, die den Leser schmunzeln und miträtseln lässt, immer mit der Gewissheit, dass Chloe am Ende schon alles lösen wird.
Die berufliche Perspektive, die sich am Ende ergibt, lässt den Leser dann bereits neugierig auf den nächsten Teil von Chloe und Jason und nun natürlich auch Bethany werden.
Herrlich unterhaltsame Sommerlektüre - man kann "Schlafloses Dornröschen" auch ohne Vorkenntnisse lesen, aber das ist natürlich nur der halbe Spaß.
E. M. Tippetts
"Schlafloses Dornröschen"
Sonntag, 10. Juni 2018
[Rezension] Alexander Hartung - Auf zerbrochenem Glas
Kurzbeschreibung:
"Nach einem anfänglich steilen Aufstieg bei der Kripo liest sich die Personalakte von Nik Pohl aktuell wie der Albtraum eines jeden Vorgesetzten: Ungehorsam, Verstoß gegen interne Sicherheitsrichtlinien und sogar körperliche Gewalt gegenüber anderen Staatsbeamten. Ausgerechnet er wird von einem Fremden erpresst, sich des Falls einer verschwundenen Frau anzunehmen, der eigentlich schon abgeschlossen bei den Akten liegt.
Zunächst entdeckt Nik keine Ungereimtheiten, doch als er tiefer in seine privaten Ermittlungen einsteigt, wird er in eine brutale Falle gelockt, aus der er sich erst im letzten Moment befreien kann. Kaum genesen, wird Nik vom Dienst suspendiert. Es verdichten sich die Anzeichen, dass die Wiederaufnahme des Falls mit allen Mitteln verhindert werden soll. Nik ermittelt weiter, doch mit jeder Spur begibt er sich in größere Gefahr, denn die gesuchte Frau ist nicht die einzige Vermisste..."
Fazit:
Anfangs hatte ich so meine Schwierigkeiten mit dem Stil des Autors, denn dieser ist sehr nüchtern. Dies schlägt sich in der Schreibweise nieder, aber auch in Nik, unserer Hauptperson. Es fiel mir schwer, ihn sympathisch zu finden, weil er sich kaum je hinter die Fassade schauen ließ. Zwar wurde mehrfach angedeutet, dass da etwas Bedeutsames ist, aber über diese Andeutungen ging es nicht hinaus und Nik präsentierte nur das, was man sehen sollte. Dies hat sich zum Ende hin etwas gebessert, man konnte irgendwann sogar so etwas wie Humor bei ihm finden. Dies und eine generelle Stimmungsauflockerung hat der Leser allerdings Balthasar zu verdanken, einem exaltierten und korrupten Pathologen, der jede Menge Farbe in das Leben seiner Mitmenschen bringt.
Auch die Handlung ließ sich anfangs nicht greifen - ich gehe im Kopf beim Lesen gern die verschiedenen Möglichkeiten durch, rätsel mit und überlege hin und her - das war hier nicht möglich, denn jede Spur, die sich auftat, war kurz danach auch bereits wieder weg, das fand ich schade.
Aber auch hier hat es sich gelohnt, durchzuhalten, denn ohne es zu merken erreicht man irgendwann einen Punkt, wo es einen dann doch gepackt hat, wo man endlich wissen möchte, was es mit der verschwundenen Viola auf sich hat und das Buch nicht mehr weglegen kann.
Des Rätsels Lösung hat mir dann auch sehr gefallen, warum werde ich hier natürlich nicht näher erläutern. Ja und am Ende des Buches angekommen, freut man sich bereits auf ein Wiederlesen von Nik, Jon und Balthasar!
Alexander Hartung
"Auf zerbrochenem Glas"
ISBN: 978-1-503-90115-5
erschienen im "Edition M Verlag"
"Nach einem anfänglich steilen Aufstieg bei der Kripo liest sich die Personalakte von Nik Pohl aktuell wie der Albtraum eines jeden Vorgesetzten: Ungehorsam, Verstoß gegen interne Sicherheitsrichtlinien und sogar körperliche Gewalt gegenüber anderen Staatsbeamten. Ausgerechnet er wird von einem Fremden erpresst, sich des Falls einer verschwundenen Frau anzunehmen, der eigentlich schon abgeschlossen bei den Akten liegt.
Zunächst entdeckt Nik keine Ungereimtheiten, doch als er tiefer in seine privaten Ermittlungen einsteigt, wird er in eine brutale Falle gelockt, aus der er sich erst im letzten Moment befreien kann. Kaum genesen, wird Nik vom Dienst suspendiert. Es verdichten sich die Anzeichen, dass die Wiederaufnahme des Falls mit allen Mitteln verhindert werden soll. Nik ermittelt weiter, doch mit jeder Spur begibt er sich in größere Gefahr, denn die gesuchte Frau ist nicht die einzige Vermisste..."
Fazit:
Anfangs hatte ich so meine Schwierigkeiten mit dem Stil des Autors, denn dieser ist sehr nüchtern. Dies schlägt sich in der Schreibweise nieder, aber auch in Nik, unserer Hauptperson. Es fiel mir schwer, ihn sympathisch zu finden, weil er sich kaum je hinter die Fassade schauen ließ. Zwar wurde mehrfach angedeutet, dass da etwas Bedeutsames ist, aber über diese Andeutungen ging es nicht hinaus und Nik präsentierte nur das, was man sehen sollte. Dies hat sich zum Ende hin etwas gebessert, man konnte irgendwann sogar so etwas wie Humor bei ihm finden. Dies und eine generelle Stimmungsauflockerung hat der Leser allerdings Balthasar zu verdanken, einem exaltierten und korrupten Pathologen, der jede Menge Farbe in das Leben seiner Mitmenschen bringt.
Auch die Handlung ließ sich anfangs nicht greifen - ich gehe im Kopf beim Lesen gern die verschiedenen Möglichkeiten durch, rätsel mit und überlege hin und her - das war hier nicht möglich, denn jede Spur, die sich auftat, war kurz danach auch bereits wieder weg, das fand ich schade.
Aber auch hier hat es sich gelohnt, durchzuhalten, denn ohne es zu merken erreicht man irgendwann einen Punkt, wo es einen dann doch gepackt hat, wo man endlich wissen möchte, was es mit der verschwundenen Viola auf sich hat und das Buch nicht mehr weglegen kann.
Des Rätsels Lösung hat mir dann auch sehr gefallen, warum werde ich hier natürlich nicht näher erläutern. Ja und am Ende des Buches angekommen, freut man sich bereits auf ein Wiederlesen von Nik, Jon und Balthasar!
Alexander Hartung
"Auf zerbrochenem Glas"
ISBN: 978-1-503-90115-5
erschienen im "Edition M Verlag"
Dienstag, 22. Mai 2018
[Rezension] Markus Heitz - Die Klinge des Schicksals
Kurzbeschreibung:
"Die gealterte Kriegerin Danèstra ist in ihrer Heimat Nakan eine lebende Legende. In unzähligen Schlachten hat sie Siege errungen und so den Beinamen "Die Klinge des Schicksals" erhalten. Doch als sie die geheimnisvolle Kalenia vor dem sicheren Tod bewahrt und die Geschichte der jungen Frau erfährt, muss sich Danèstra ihrer bislang größten Aufgabe stellen. Nichts weniger als das Überleben von Nakan steht auf dem Spiel, und Kalenia scheint der Schlüssel zur Rettung des ganzen Kontinents zu sein. Doch kann Danèstra ihr wirklich trauen?"
Fazit:
Ich bin ja noch Neuling in den Welten von Markus Heitz und habe mit "Des Teufels Gebetbuch" wohl einen eher untypischen Heitz als erstes Buch des Autors gelesen - nichts desto trotz hat mir dieses sehr gut gefallen, sodass ich mich nun auch in die High Fantasy - Welten wagen wollte.
Was beim Lesen überdeutlich wird ist der Spaß, den Markus Heitz wohl beim Erdenken und Konstruieren seiner Welten hat, das strömt dem Leser regelrecht entgegen. Sehr detailliert und variantenreich ist Nakan, wo "Die Klinge des Schicksals" versucht, das Gute zu vertreten.
Die Charaktere sind sehr lebensecht, unabhängig ob sympathisch oder nicht, im Kopf des Lesers nimmt ein vielschichtiger Mensch (in den meisten Fällen) Gestalt an. Dies betrifft Stärken, aber auch Schwächen und im Verlauf der Handlung glaubt man, auch die Motivation der Protagonisten zu verstehen.
Was mir in "Die Klinge des Schicksals" besonders gut gefällt, ist, dass man Markus Heitz nicht über den Weg trauen kann, denn immer wieder stellt sich heraus, dass das, was der Leser als gegeben hinnimmt, gar nicht so ist wie es scheint.
Der Lesefluss ist sehr gut, lediglich im Mittelteil kommt zu einigen langatmigen Stellen, wenn man zuviel Zeit in Danèstras Kopf verbringt, ohne dass viel geschieht.
Alles in allem hat mir "Die Klinge des Schicksals" sehr gut gefallen und war bestimmt nicht das letzte Buch des Autors, das es in mein Regal schafft.
Markus Heitz
"Die Klinge des Schicksals"
erschienen bei knaur
"Die gealterte Kriegerin Danèstra ist in ihrer Heimat Nakan eine lebende Legende. In unzähligen Schlachten hat sie Siege errungen und so den Beinamen "Die Klinge des Schicksals" erhalten. Doch als sie die geheimnisvolle Kalenia vor dem sicheren Tod bewahrt und die Geschichte der jungen Frau erfährt, muss sich Danèstra ihrer bislang größten Aufgabe stellen. Nichts weniger als das Überleben von Nakan steht auf dem Spiel, und Kalenia scheint der Schlüssel zur Rettung des ganzen Kontinents zu sein. Doch kann Danèstra ihr wirklich trauen?"
Fazit:
Ich bin ja noch Neuling in den Welten von Markus Heitz und habe mit "Des Teufels Gebetbuch" wohl einen eher untypischen Heitz als erstes Buch des Autors gelesen - nichts desto trotz hat mir dieses sehr gut gefallen, sodass ich mich nun auch in die High Fantasy - Welten wagen wollte.
Was beim Lesen überdeutlich wird ist der Spaß, den Markus Heitz wohl beim Erdenken und Konstruieren seiner Welten hat, das strömt dem Leser regelrecht entgegen. Sehr detailliert und variantenreich ist Nakan, wo "Die Klinge des Schicksals" versucht, das Gute zu vertreten.
Die Charaktere sind sehr lebensecht, unabhängig ob sympathisch oder nicht, im Kopf des Lesers nimmt ein vielschichtiger Mensch (in den meisten Fällen) Gestalt an. Dies betrifft Stärken, aber auch Schwächen und im Verlauf der Handlung glaubt man, auch die Motivation der Protagonisten zu verstehen.
Was mir in "Die Klinge des Schicksals" besonders gut gefällt, ist, dass man Markus Heitz nicht über den Weg trauen kann, denn immer wieder stellt sich heraus, dass das, was der Leser als gegeben hinnimmt, gar nicht so ist wie es scheint.
Der Lesefluss ist sehr gut, lediglich im Mittelteil kommt zu einigen langatmigen Stellen, wenn man zuviel Zeit in Danèstras Kopf verbringt, ohne dass viel geschieht.
Alles in allem hat mir "Die Klinge des Schicksals" sehr gut gefallen und war bestimmt nicht das letzte Buch des Autors, das es in mein Regal schafft.
Markus Heitz
"Die Klinge des Schicksals"
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