Bücher

Bücher lesen heißt, wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben über die Sterne.
-
Jean Paul

Montag, 13. Januar 2020

[Rezension] Felicity Whitmore - Die vergessenen Stimmen von Chastle House

Kurzbeschreibung:
"Dione Dearing, 27 und ein international gefeierter Popstar, flüchtet vor ihrem fremdbestimmten Leben nach Chastle House, einen alten Familiensitz im englischen Lake District. Aus Dione wird Diana, die allerdings erst einmal lernen muss, mit der neuen Freiheit umzugehen. Aber dann verliebt sie sich in das alte Haus am See mit seinen knarzenden Dielen und den zugigen Räumen, in den spröden Charme der Landschaft, in ihr neues Leben. Und in den Farmer Aiden, der ihr all dies zeigt. Doch in den Mauern von Chastle House liegt auch ein schreckliches Familiengeheimnis begraben..."

Fazit:
Da mir "Das Herrenhaus im Moor" von Felicity Whitmore sehr gut gefallen hatte, war ich natürlich neugierig auf "Die vergessenen Stimmen von Chastle House".

Dione Dearing ist ein gefeierter Popstar von Kindheit an und führt ein Leben, um das viele sie beneiden. Und plötzlich wird ihr bewusst, dass sie eigentlich gar kein eigenes Leben hat, das alles, was sie ist und tut, fremdbestimmt ist und sie eigentlich nur immer tut, was von ihr erwartet wird. Da kommt das mysteriöse Angebot, in Chastle House die Vergangenheit ihrer Familie zu entdecken, wie gerufen, sodass sie aus ihrem Leben ausbricht und nach England flüchtet. Der Leser ist genauso neugierig auf das Geheimnis von Chastle House wie Dione, seine Neugier wird dann aber erstmal auf die Probe gestellt. Denn einmal im Lake District angekommen passiert erstmal - nichts. Dione macht wochenlang erst einmal überhaupt gar nichts, das zusammengenommen mit ihrer recht blassen Persönlichkeit macht beim Lesen mit der Zeit unruhig.

Dass dennoch keine Langeweile aufkommt, ist dem zweiten Erzählstrang zu verdanken, in dem sich der Leser nach und nach mit den Ahnen, die durchaus eine starke einnehmende Persönlichkeit haben, dem großen Geheimnis annähert. Und das hat es wirklich in sich!

Der Lesefluss ist, bis auf den oben genannten Zeitraum, wirklich sehr gut, die Geschichte unterhaltsam und spannend gestaltet - beim Entdecken des gut gehüteten Geheimnisses wird der Leser kalt erwischt - man ahnte natürlich etwas, aber auf die Ausmaße des Ganzen war man nicht gefasst!

Ich hätte mir auch in der Gegenwart eine etwas präsentere Persönlichkeit für Dione gewünscht, davon abgesehen hat mich "Die vergessenen Stimmen von Chastle House" aber gut und spannend unterhalten.

Felicity Whitmore
"Die vergessenen Stimmen von Chastle House"
erschienen bei dtv

Keine Kommentare:

Kommentar posten