Bücher

Bücher lesen heißt, wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben über die Sterne.
-
Jean Paul

Samstag, 7. September 2013

Karen Rose - Todesschrei

Kurzbeschreibung:
"Er hat eine Vorliebe für mittelalterliche Folterinstrumente. Für seine Kunst überschreitet er jede menschliche Grenze. Er lässt seine Opfer um ihr Leben schreien.
Doch dann heften sich Detective Vito Ciccotelli und Archäologin Sophie Johannsen an seine Fersen, und eine Jagd auf Leben und Tod beginnt..."

Fazit:
Das erste Buch, das ich von Karen Rose gelesen habe, war "Feuer", und das hat mich so enttäuscht, dass ich wohl von allein kein weiteres von ihr in die Hand genommen hätte.
Dann erhielt ich Anfang des Jahres "Todeskleid" als Rezi-Exemplar und das hat mich dann mehr als entschädigt. Aufgrund dieser positiven Erfahrung hatte ich mir vorgenommen, früher oder später die Trilogie von Karen Rose zu lesen.

"Todesschrei" ist nun der erste Teil dieser Trilogie, gefolgt von "Todesbräute" und "Todesspiele". Auch wenn es sich um eine Trilogie rund um das Geschwisterpaar Daniel und Susannah Vartanian handelt, spielen diese in "Todesschrei" nur eine Nebenrolle.

Die Hauptprotagonisten sind Detective Vito Ciccotelli und die Archäologin Sophie Johannsen. Beide mit einer nicht immer einfachen Vergangenheit, stellen sie sich doch den Anforderungen des beruflichen Alltags - im Privaten ist das allerdings oft schwieriger, wie sie feststellen müssen. Beide sind sympathische Personen, haben aber auch jeweils ihre Ecken und Kanten, was sie sehr authentisch rüberkommen lässt. Überhaupt scheint das Charakterisieren der unterschiedlichen Handlungspersonen eine Stärke der Autorin zu sein, da trotz einer Fülle von Personen keine Verwirrung aufkommt und jeder Protagonist klar abgegrenzt und nie oberflächlich seine Rolle spielt.

Auch wenn dies missverständlich ist - den Killer fand ich auch - nein, nicht sympathisch natürlich, aber in seiner Rolle als Killer eine Top-Besetzung, auch dies ist der sehr vielschichtigen Charakterisierung der Autorin zu verdanken.

Nicht ganz unwichtig ist bei einem Thriller natürlich nicht nur der Lesefluss, der im Übrigen hervorragend war, die knapp 660 Seiten habe ich in etwas mehr als einem Tag gelesen, sondern auch der Spannungsbogen. Bereits bei den ersten Seiten läuft dem Leser ein Schauer über den Rücken und dies geschieht nahezu immer, wenn der Killer auftaucht. Auch dazwischen sind spannende Entwicklungen an der Tagesordnung, abgelöst von der gefühlvollen Seite einer aufkeimenden Liebesbeziehung.

Genau so muss ein Thriller sein, der den Leser von der ersten bis zur letzten Seite fesseln will - absolute Bestnote von mir!

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