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Bücher lesen heißt, wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben über die Sterne.
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Jean Paul

Donnerstag, 28. November 2013

Adventsgewinnspiel 2013 - Tag 10

Mit Riesenschritten nähern wir uns dem ersten Advent, da kommt der heutige Gewinn gerade passend:
Heute könnt ihr das eBook (epub) "Weihnachtliches Wunder" von Angela Planert gewinnen! Und zusätzlich ein weiteres eBook aus dem Sortiment der Autorin. 
Kurzbeschreibung: 
Eine weihnachtliche Kurzgeschichte Auf sich allein gestellt, findet der neunjährige Erylan kurz vor Weihnachten in einem leerstehenden Haus einen einsamen Unterschlupf vor der eisigen Kälte. Als er am Heiligen Abend am wärmenden Feuer einschläft, wird er von einem Mann überrascht. Eine ungewöhnliche Weihnachtsgeschichten, die sich auch zum Vorlesen sehr gut eignet. 
Genre: Kurzgeschichte Das Buch ist erhältlich bei Amazon.de als kindle edition 
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Leseprobe aus dem Buch "Weihnachtliches Wunder" 
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Leseprobe 
Wie tausende kleine Messer schnitt ihm der eisige Wind ins Gesicht. Zum Schutz hätte sich Erylan am liebsten die Hände vor dieses ungeschützte Körperteil gehalten, doch dann hätte er das rettende Holz zurücklassen müssen. Den ganzen Nachmittag über hatte er damit verbracht, unter dem Schnee nach heruntergefallenen Ästen und Zweig zu suchen. An den Stellen im Wald, an denen am Mittag die Sonne den Schnee kurz erwärmt hatte, war eine feste Eisschicht entstanden, die beim Durchbrechen scharfkantig wie Glas war. Anfangs hatte sich Erylan an den spitzen Eisstücken wehgetan, aber jetzt spürte er seine Hände vor Kälte kaum noch. 
In den nächsten Augenblicken wehte der Wind ihm dicke Schneeflocken entgegen, von denen einige an seinen langen Wimpern hängen blieben und ihm die Sicht erschwerten. Dort vorn, gar nicht mehr weit, lag das kleine Fischerdorf und damit sein Haus. 
Sein Haus? 
Es hatte leer gestanden, gehörte offensichtlich niemanden und nun wohnte er darin, damit war es sein Haus. Er senkte den Blick, um zumindest den verschneiten Weg ins Dorf zu erkennen. Seine nackten Füße schimmerten leicht blau und taub waren sie außerdem. Später wollte er sie am Feuer wärmen. 
Seine Gedanken gingen zurück. 
Vor sieben Tagen hatte er auf der Flucht vor den Ordnungshütern seine ohnehin schon abgewetzten Schuhe verloren. Unter keinen Umständen wollte er in diesem merkwürdigen Waisenheim der Mönche auch nur einen Atemzug länger verweilen. Ein kalter Schauer fuhr ihm über den Rücken, als er an die Vergangenheit dachte. Von den dürftigen Mahlzeiten und den strengen Vorschriften der Mönche abgesehen erschien ihm das Kloster richtig gruselig. Einmal in jedem Monat war eine schwarze Kutsche vorgefahren, aus der ein besonders gut gekleideter Mann ausgestiegen war. Er trug einen Rock aus dunkelgrünem Brokatstoff mit goldenen Lilien darauf, eine dunkelgrüne Hose und schwarze Lederschuhe. Mit einer solch warmen Kleidung ließ es sich bestimmt gut durch den Winter kommen. Trotz seines vornehmen Äußeren mochte Erylan diesen Mann nicht. Dessen auffallend hellblauen Augen schienen ihm so eisig wie jener Wind, der ihm jetzt entgegenblies. Bei jedem Besuch im Heim hatte sich der Herr drei Kinder herausgesucht, denen er ein gutes Zuhause geben wollte. Erylan hegte keinerlei Interesse, herauszufinden, was der Herr darunter verstand und was wirklich mit den inzwischen einundzwanzig Kindern geschehen war. Durch ein belauschtes Gespräch hatte Erylan erfahren, dass die Mönche jedes Mal viel Geld für die Kinder erhielten, das dem Kloster zugutekommen sollte. Trotzdem war die Suppe wässrig geblieben und die Nächte ohne eine wärmende Decke kalt. Obendrein war dieses ungute Gefühl, einer der nächsten zu sein, der mit 
der Kutsche davonfahren würde, in ihm so stark geworden, dass Erylan sich eines Nachts davongeschlichen hatte. Seither wanderte er durch Dörfer, Wälder und über Felder. 
Dieses kleine Fischerdorf schien ihm vertraut, als sei er schon einmal hier gewesen. Die Bewohner ließen ihn in Ruhe, hetzten ihm keine Ordnungshüter auf den Hals und manchmal bekam er sogar etwas zu essen geschenkt. 
Endlich erreichte er die ersten Häuser des Dorfes. Nur ganz vereinzelt war eine Menschenseele zu sehen. Kein Wunder bei dem eiskalten Wind. Wer nicht unbedingt hinausgehen musste, saß bestimmt lieber zu Hause vor dem brennenden Kamin und wärmte sich. Ein besonders heftiger Wind blies Erylan an der nächsten Hausecke entgegen. Jeder Schritt kostete ihn nun viel Kraft, die er nicht mehr aufzubringen glaubte. Die Kälte schien in jede einzelne Zelle seines Körpers zu dringen, sogar die Gelenke fühlten sich steif an und erschwerten ihm damit das Laufen. Gleich würde er sich vor den Kamin setzen, das Feuer entzünden und sich wärmen. Es war nicht mehr weit. 
Die Gedanken an ein wärmendes Feuer gaben ihm Kraft. Die Schneeflocken fielen immer dichter, sodass er kaum ein paar Meter vorausschauen konnte. Erylan versuchte, sich zu orientieren, was ihm durch die einsetzende Dämmerung zusätzlich erschwert wurde. 
© Text Angela Planert 
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Frage: Was ziert den dunkelgrünen Brokatstoff, den der Mann aus der Kutsche trägt? 

Die richtige Antwort schickt ihr bitte an adventsgewinnspiel2013@gmx.de (Betreff: 10. Türchen plus heutiges Datum) Einsendeschluss ist um Mitternacht. Der oder die Gewinner/in wird morgen ermittelt und von uns per Email benachrichtigt. 

Mittwoch, 27. November 2013

Adventsgewinnspiel 2013 - Tag 9

Heute könnt ihr das eBook (EPUB oder MOBI) "Die Andersnacht - Südwind" von Dr. Andreas Fischer gewinnen! 
Kurzbeschreibung: 
Anders ist ein Außenseiter. Er weiß nicht, warum die meisten Menschen ihn nicht akzeptieren. Eines Tages jedoch verändert sich sein Leben schlagartig. Als ein Sturm aufkommt, wird Anders aus seiner Welt gerissen und begibt sich auf eine Reise an einen ihm fremden Ort. Dort lernt er Menschen kennen, denen er vertrauen kann. Doch bald erfährt er, dass sich seine neuen Freunde in großer Gefahr befinden. Band 1 - "Südwind" bildet den Auftakt zu einer ungewöhnlichen Trilogie, in der sich tiefe Emotionen, haltlose Phantasie und die Symbolik der Natur auf unvergleichliche Weise miteinander verbinden und etwas erschaffen, das größer ist als die Summe seiner Teile. "Die Andersnacht" enthält Elemente der Genres Fantasy und Gesellschaftsdrama, die eine neuartige literarische Symbiose eingehen. 
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Leseprobe aus dem Buch "Die Andersnacht - Südwind" 
Genre: Fantasy-Gesellschaftsdrama 
Das Buch ist erhältlich bei Amazon.de als kindle edition 
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Leseprobe 
Die Seitenstraße wand sich in mehreren engen Schlingen durch den Wald. Ich benutzte meistens diesen Weg. Er war mir lieber, da er nicht durch die Wohngebiete der Stadt führte, in denen um diese Zeit viel zu viel Trubel herrschte. Vor ihren unnachgiebigen Blicken war ich dort nicht sicher. Hier jedoch war es ruhig. Nur der Wind war zu hören, der mich heute begleiten wollte. 
Mein Name war Anders. Und so schien ich auch für die Menschen zu wirken, denen ich bisher begegnet war; anders. Es hatte schon in meiner frühen Kindheit begonnen und sich seither immer weiter ausgebreitet. In der Schule wurde ich nur geduldet, oftmals auch offen angefeindet, aber nie einbezogen. Hinter meinem Rücken tuschelten sie über mich, wildfremde Leute, die mich überhaupt nicht kennen konnten. Woran das lag, hatte ich nie in Erfahrung bringen können. Mit der Zeit war es für mich zu einer traurigen Gewohnheit geworden, abgelehnt und abgesondert zu werden. 
Vom Waldrand hatte ich es nicht mehr weit, doch ich musste mich beeilen. Es sah nach Regen aus; der Himmel war grau in grau und schon den ganzen Morgen hatte sich die Sonne nicht blicken lassen. Zudem wurde der Sturm merklich stärker. Er war keineswegs kalt, nur recht heftig. Er verhieß nichts Gutes, bestimmt Gewitter. 
Ich war froh, als ich zu Hause ankam, denn ich hatte ganz und gar nicht die Absicht gehabt, in einen Schauer zu geraten. Nachdem ich mich noch einmal nach dem unheilvollen Gewühl am Himmel umgeschaut hatte, stieg ich die Treppe hinauf bis zur Tür. Erst dort suchte ich den Schlüssel. Ich war ein bisschen müde. Das kam wohl davon, dass ich mich auf dem Heimweg so beeilt hatte. Als ich dann endlich in der Wohnung war, ließ ich mich erschöpft in einen Sessel fallen und blickte durch das Fenster nach draußen. Die Büsche und Sträucher zitterten im Wind, der heute aus dem Süden wehte. Das war das Ungewöhnliche daran, denn meistens kam er aus dem Westen, aber Südwind - da würde bestimmt eine gehörige Ladung Sand aus der Sahara mitkommen. 
Der Himmel wurde immer schwärzer, doch der Regen ließ auf sich warten. Stattdessen nahmen die Sturmböen an Heftigkeit zu. Ich hörte die Zugluft durch die Türritzen pfeifen und sah, wie ein paar Papierfetzen und Plastiktüten über den Rasen fegten. 
Dann war für einen Augenblick Stille. Die Büsche richteten sich wieder auf, so als würden sie schon nach dem nächsten Windstoß Ausschau halten. Es dauerte allerdings eine Weile, bis dieser eintraf. Er kam mit einer solchen Wucht heran, dass zahllose Blätter und manchmal auch ganze Zweige weggerissen wurden und davontrieben. Staub und Erde wurden aufgewirbelt und ließen die vielen Sträucher für kurze Zeit wie hinter einer dichten Nebelbank verschwinden. 
Als die Sicht sich wieder aufklarte, hatte der Himmel eine andere, merkwürdige Färbung angenommen. Er war nun nicht nur schwarz, sondern auch ein wenig grünlich. Der Wind beruhigte sich für kurze Zeit, bis die nächste Böe heranbrauste. Zuerst sah ich gar nichts, weil wieder eine Menge Staub aufstieb. Danach jedoch erkannte ich einige kleine Gegenstände, die über den Boden huschten. Und da fiel mir ein, dass ich meine Tasche draußen liegen gelassen haben musste. Hoffentlich war sie noch da und nicht schon weggeweht, denn darin befand sich noch meine Geldbörse. Gleich sprang ich aus meinem Sessel, zog den Schlüssel ab und eilte hinunter in Richtung Haustür. Ich wartete noch, bis das Zischen der Zugluft etwas nachließ, dann traute ich mich ins Freie. 
Der Wind war angenehm warm, aber recht forsch, sodass ich zuerst überhaupt nichts sehen konnte, weil er mir die Haare ins Gesicht blies. Doch dann erblickte ich endlich meine Tasche, die der Sturm unter einen Baum gejagt hatte, wo sie am Stamm festgehalten wurde. Als ich sie aufheben wollte, hörte ich hinter mir plötzlich ein Poltern. Das klang so wie das Umkippen eines Containers. Ein wenig erschrocken drehte ich mich um. 
Was ich dann erblickte, sah so aus wie das Auge eines Hurrikans oder eines schwarzen Lochs, auf jeden Fall drehte es sich unglaublich schnell. Seine grüngraue Färbung umgab mich auf einmal und dann wurde ich irgendwie weggetragen. 
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Frage: Was hat Anders draußen vor dem Haus verloren? 

Die richtige Antwort schickt ihr bitte an adventsgewinnspiel2013@gmx.de (Betreff: 9. Türchen plus heutiges Datum) 
Einsendeschluss ist um Mitternacht. 
Der oder die Gewinner/in wird morgen ermittelt und von uns per Email benachrichtigt. 
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Dienstag, 26. November 2013

Adventsgewinnspiel 2013 - Tag 8

Und schon ist die erste Woche des Adventsgewinnspiels um - aber wir sind noch lange nicht am Ende angekommen:
Heute könnt ihr das Buch "Die Vollmondnacht Chroniken (1) - Gabriel" von Ashley Kalandur gewinnen! 
Zusätzlich gibt es heute einen zweiten Gewinner ... denn die Autorin verlost ebenfalls das eBook zum Buch. 

Kurzbeschreibung: 
Gabriel lebt in Köln, ist Einzelgänger und wird von seinen Freunden schamlos ausgenutzt. Um diesem grauen Alltag zu entfliehen, lässt er sich zu einem Kinobesuch überreden. Als ihn an diesem Abend ein Fremder verletzt, ändert sich plötzlich alles... Seine Sinne werden schärfer, er wird schneller, stärker und gewandter, aber Gabriel muss auch erkennen, dass dies nicht nur Vorteile mit sich bringt. Denn der Vollmond rückt näher und er ahnt, was mit ihm passieren wird. Wird Gabriel Herr seiner neuen Gefühle oder gewinnen Schmerz, Wut und Leidenschaft die Oberhand? Und was verbirgt sich hinter der bröckelnden Fassade der Normalität? 
Genre: Urban Fantasy Das Buch ist erhältlich bei Amazon.de als Taschenbuch & kindle edition 

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Leseprobe aus dem Buch "Die Vollmondnacht Chroniken (1) - Gabriel" 
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Leseprobe 
Plötzlich schreckte Gabriel auf, als sein Handy in der Hosentasche zu vibrieren begann und einige Momente später durch den Raum kreischte. Er war so in ihr Gespräch vertieft gewesen, dass er es zunächst nicht bemerkt hatte. Schnell kramte er das vibrierende, laut tönende Gerät aus der Tasche und sah auf das Display: 
'Kenual!' Die Nummer leuchtete hell und das Mobiltelefon schrie ihn förmlich an, abzuheben. 
„Mist!“, fluchte er leise, hob aber nicht ab. Das Klingeln erstarb. Doch Neva musterte ihn durchdringend. 
„Was ist los?“ Gabriel sah die Sorge, Fältchen in ihr Gesicht schneiden. 
„Ach ... Nichts. Nur mein Chef“, log er und von einem auf den anderen Moment sprühte Neva vor Enthusiasmus. 
„Geh' dran, vielleicht möchte er dich zurück?“ 
„Ja. Möglicherweise“, raunte er. Wieder ertönte das Gerät und es erschien eine Kurznachricht: 
Komm. Sofort! 
Ein leiser Fluch kam über seine Lippen und er sah entschuldigend zu Neva auf. 
„Ich werde wohl gehen müssen.“ 
Doch sie lächelte verständnisvoll, die Augen voller Hoffnung. 
„Das verstehe ich. Und ich drücke dir ganz fest die Daumen!“ Ihr Lächeln war warm und ehrlich und Gabriel hasste sich dafür, sie erneut zu belügen. 
Er legte, wie schon Tage zuvor, einen Schein auf den Tisch und stand auf. Auch Neva erhob sich und sah ihn durchdringend an. Er zögerte, konnte ihren Ausdruck nicht deuten, schließlich näherte sie sich ihm langsam. Ihr Duft wurde so intensiv, dass Gabriel unbewusst zu zittern begann. Kleine, zarte Hände strichen ihm sanft über die Wangen. Dann fanden sie in seinem Nacken halt und zogen seinen Kopf, mit zaghaftem Drängen, zu ihren Lippen hinunter. Der Kuss, leicht und unschuldig. Ihre Lippen berührten sich kaum. Gabriel spürte, wie aufgewühlt sie war und konnte ihre Erregung riechen. Vorsichtig griff er sie an ihren Armen und zog sie näher zu sich heran. Ihre Berührungen wurden intensiver und drängender. Das süße, rhythmische Schlagen ihres Herzens gegen seine Brust und das betörende Parfum ihrer Weiblichkeit, weckten sein Verlangen. 
Gefühle überrollten ihn. Seine eigene Leidenschaft und auch deutlich die von Neva. Er wusste, er würde seine Beherrschung verlieren, wenn er sie jetzt nicht gehen ließ. 
Atemlos löste er sich ein Stück von ihr, hielt ihr Gesicht aber weiterhin in seinen Händen. Sie wirkten wie riesige Pranken, neben ihren elfengleichen Zügen. Neva sah mit glasigem Blick zu ihm auf und Gabriel war in diesem Moment froh, die Sonnenbrille zu tragen. Warm und unstet strich ihr Atem über seinen Nacken. Mit jedem Hauch stellten sich winzige Härchen auf und ließen ihn schaudern. 
„Wir sehen uns heute Abend“, hauchte er gegen ihre Stirn, küsste die kleine Falte zwischen ihren Augen und ging. 
Ihren verträumten Blick in seinem Rücken spürend, begab er sich zum Ausgang und dann, so schnell er konnte, zu Kenual... 
Mehr findet Ihr hier: Homepage 
© Text Ashley Kalandur 
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Frage: In Deutschland ranken sich viele Mythen und Legenden um Hexen, Vampire und Werwölfe. Eine der berühmtesten Figuren dieser Legenden ist Peter Stubbe, oder auch Stüpp genannt. Dieser Mann, dem unterstellt wurde, er wäre mit einer Teufelin im Bunde, hat in 25 Jahren mehrere Verbrechen begangen, wegen denen er am 31.10.1589 gevierteilt und sein Kopf auf der Foltermaschine ausgestellt wurde. Wie viele Frauen und junge Mädchen sollen seiner Taten "offiziell" zum Opfer gefallen sein? 
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Montag, 25. November 2013

Adventsgewinnspiel 2013 - Tag 7

Auch am 7. Tag gibt es natürlich wieder einen tollen Gewinn:
Heute könnt ihr das Buch "Robertos Angebot" von Chris P. Rolls gewinnen! 

Kurzbeschreibung: 
Lautes Stöhnen weckt Roberto am Morgen nach einer Party in einem fremden Haus auf. Auf der Suche nach der Ursache, entdeckt er Elliot, der gerade höchst anregend mit sich selbst beschäftigt ist. Der junge Mann hat es ihm sofort angetan, doch dieser lehnt das eher scherzhafte Angebot einer helfenden Hand erschrocken ab. Dennoch scheint Elliot sich zunehmend für Rob zu interessieren? Oder doch nicht? Mit Elliot ist nichts so wie erwartet. 
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Leseprobe aus dem Buch "Robertos Angebot" 
Genre: Gay-Romance/First-Love 
Das Buch ist erhältlich bei Amazon.de als Taschenbuch & kindle edition 
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Leseprobe 
1 Nach- und Vorteile von Partys 
Sein Schädel dröhnte. 
Pochend wanderte der Schmerz von einer Seite zur anderen. Rob stöhnte gequält und verlagerte sein Gewicht. 
Kopfschmerzen waren ein echt unangenehmer Nachteil nach einer feucht-fröhlichen Party. Tastend bewegte Rob seine Zunge im trockenen Mund hin und her. 
Ein weiterer Nachteil war zudem dieser eklige Geschmack im Mund, irgendwie pelzig. Erfahrungsgemäß ließ er sich nur durch viel Wasser oder Milch vertreiben. Immerhin war ihm nicht schlecht. 
Was ihn zum dritten Nachteil brachte: Wo war er? Was war passiert und wo war das Badezimmer? 
Manchmal war es ein Vorteil, oft genug ein Nachteil, sich nicht an alles zu erinnern, was auf der Party passiert war. 
Vorsichtig rollte er sich zur Seite und wäre dabei fast von dem schmalen Sofa gefallen, auf dem er offenbar geschlafen hatte. Eine dünne Fleecedecke lag halb auf ihm, schon auf dem Weg gen Boden. 
Immerhin, stellte Rob erleichtert fest, er hatte noch seine Unterhose an, also schien die Party dieses Mal nicht ganz so ausgeufert zu sein. 
Langsam und vorsichtig blinzelte er in das Sonnenlicht, welches sich seitwärts an dem dunklen Rollo vorbei schummelte und ausgerechnet in sein Gesicht schien. Rob blinzelte stärker, doch alles blieb verschwommen. 
Seufzend erkannte er den vierten Nachteil: Natürlich hatte er vergessen, seine Kontaktlinsen herauszunehmen. Also würde es ein wenig Zeit brauchen, bis er alles klar sehen konnte und wenn er Pech hatte, dann waren seine Augen bereits rot und würden tierisch tränen. Monatslinsen waren gut und schön, jedoch nicht für vierundzwanzig Stunden täglich gedacht. 
Wo war er eigentlich? 
Stöhnend richtete er sich auf, setzte sich leicht taumelnd hin und hielt sich den dröhnenden Schädel. Irgendwie schien dauernd jemand laut zu stöhnen, rhythmisch, mal lauter, mal leiser, aber unüberhörbar. 
Klasse, wie beim Ficken, kam es ihm in den Sinn. Andere hören Geisterstimmen, ich höre einen Kerl stöhnen. Oh Mann, aber wie lustvoll! Erneut blinzelte er gegen den Nebel vor seinen Augen an und langsam schien es besser zu werden. Rob blickte sich um. Offenbar war er in dem Zimmer eines männlichen Unbekannten gelandet, denn an den Wänden hingen vollbusige Pinups neben Motorrädern. Die Einrichtung war dunkel und einfach. Mann, hetero, fasste Rob es zusammen. Aber 
wo und wann bin ich ...? Müde schloss er die Augen, versuchte die Kopfschmerzen zurückzudrängen und an die dahinter liegenden Erinnerungen des gestrigen Abends zu kommen. 
Er war auf jeden Fall auf einer Party gewesen. Bei ... - der Name sickerte durch - Jason! Ja, er war auf dessen Geburtstagsparty gewesen. War der nicht zwanzig geworden? Stimmt, Jason Schneider war zwei Jahre älter als er. Seinen zwanzigsten Geburtstag hatte der so richtig feiern wollen und jede Menge Freunde zu sich nach Hause eingeladen. 
In Robs Kopf wurde das Stöhnen immer lauter. Es füllte seinen Schädel, drückte ihn auseinander, drang in jede Hirnwindung. Rob presste sich die Hände flach an seinen Kopf und auf die Ohren. Tatsächlich schien es etwas weniger zu werden, nur der Kopfschmerz pochte weiter fröhlich hämisch vor sich hin. 
Also eine Party bei Jason. Eine wilde Party mit reichlich Alkohol und willigen Mädchen, viel AnmachereiFlirterei und schnellem Sex in irgendeinem Zimmer. Das Übliche halt. Rob erinnerte sich nur verschwommen - es musste wirklich schon recht spät gewesen sein, denn es waren kaum noch Leute da - irgendetwas war mit einer verschütteten Wodka-Bowle gewesen. 
Grübelnd nahm er die Hände runter, doch sofort war das Stöhnen wieder da. Langsamer jetzt, von einer rauen, männlichen Stimme unterbrochen. Genervt schüttelte Rob den Kopf. Böser Fehler! Keine hektischen Bewegungen mit so einem Dröhnschädel. 
Das Stöhnen verschwand leider nicht, nur der Kopfschmerz flammte stärker auf. Schwankend erhob sich Rob, hielt sich noch einen Augenblick am Sofa fest und suchte dann nach seiner restlichen Kleidung. Sie lag auf einem unordentlichen Haufen direkt neben dem Sofa. Offenbar hatte er sich also selbst ausgezogen. Das war schon mal gut. 
Rob hangelte nach seiner Jeans und streifte sie über. Seine Turnschuhe und Socken waren auch da, nur sein Hemd fehlte. 
Nasse Flecken. Der Geruch von Alkohol. 
Ganz plötzlich war seine Erinnerung wieder da. Stimmt, er war gegen die Schüssel mit der Bowle gestoßen und der Inhalt hatte sich auf ihm und teilweise auf einem knutschenden Pärchen auf dem Fußboden davor verteilt. Robs Hemd war völlig durchnässt worden und hatte stark nach dem billigen Wodka gestunken, den jemand flaschenweise hineingegeben hatte, bis das Ganze ziemlich ungenießbar geworden war. Jason hatte sein Hemd in die Waschmaschine gesteckt. Da war die Party schon fast vorbei gewesen, die meisten lagen besoffen, schlafend oder knutschend irgendwo herum. So gegen drei Uhr nachts musste es gewesen sein. 
Rob hatte Jason noch geholfen, aufzuräumen und die Schnapsleichen nach draußen entsorgt. Dann hatte Jason ihm angeboten, hier zu pennen, bei ihm im Zimmer auf dem Sofa, weil der letzte Bus schon eine dreiviertel Stunde weg gewesen war. 
Rob probierte zu lächeln und es ging gefahrlos, ohne zu starke Schmerzen und ohne sich zu übergeben. Ein guter Anfang. So war es also gewesen und deshalb war er nun in Jasons Zimmer. Aber wo war der jetzt? 
Abermals drang das Stöhnen in seinen Kopf ein. War es nicht eben ganz weg gewesen? Nun fing es wieder von vorne an, ebenso wie zuvor: lustvoll, mitreißend, erotisch, sich langsam zum Höhepunkt steigernd. 
Erneut schüttelte Rob verwirrt den Kopf. Das kam definitiv nicht aus seinem Schädel. Dieses Stöhnen musste von woanders her kommen. Nicht aus diesem Zimmer, sondern irgendwo unter ihm. 
Langsam wuchtete er sich hoch und machte zwei tastende Schritte. Es ging, er kippte nicht gleich wieder um. Wo war noch das Badezimmer? 
Rob trat aus dem dunklen Zimmer auf den Flur, wo ihn das grelle Sonnenlicht aus zwei Dachfenstern blendete. Seine Augen brauchten eine ganze Weile, sich daran zu gewöhnen, zumal er noch immer etwas verschwommen sah. Mit den Händen vor sich ausgestreckt und sich an der Wand entlang tastend, fand er den Weg zum Badezimmer. 
Jedenfalls war er hier gestern schon öfter gewesen, daran konnte er sich erinnern. Rob klappte den Klodeckel auf und erledigte sein erstes Bedürfnis. Sein Blick glitt durch den kleinen Raum zur Badewanne mit dem beigen Duschvorhang. 
Der Raum war hellgrün gekachelte und am Waschbecken standen drei Zahnputzbecher, Rasierzeug, Männerdeo und Aftershave. Auch das Duschgel war ausschließlich auf männliche Bedürfnisse ausgerichtet. 
Erleichtert seufzte Rob auf, als der erste Druck seiner Blase verschwand. Zufrieden betätigte er die Spülung und sein Blick fiel auf die Waschmaschine in der anderen Ecke des Raumes. Daran klebte ein gelber Post-it-Zettel. Neugierig trat er näher, seine Augen waren jedoch noch immer nicht ganz bereit mitzumachen und er musste sich davor knien, um die Schrift zu entziffern. 
„Moin Rob!“, stand da. „Leider funktioniert der Trockner nicht, daher ist dein Hemd zwar sauber, aber noch nass. Nimm dir eins von meinen, wenn du was brauchst. Bis denne, Jason.“ Rob grinste. Jasons Hemden würden gewiss lustig an ihm aussehen, denn der war einen ganzen Kopf größer als er, breiter gebaut und hatte wesentlich längere Arme. 
Träge zuckte er die Schultern. Dann musste er eben nur mit seiner Lederjacke bekleidet losziehen. Die musste ja irgendwo unten sein. 
Aber wo war eigentlich Jason hin? 
Erneut gab Robs Kopf eine Erinnerung frei. Jason musste heute am Sonntag arbeiten. Er hatte schon lautstark gemeckert, dass er Dienst hatte und er daher selbst nicht ganz so ausgelassen feiern konnte wie alle anderen. 
„Kein Problem“, hatte er gesagt, als er Rob anbot, bei ihm zu übernachten. „Du kannst ruhig auspennen. Ich muss zwar früh los, aber fühle dich wie zuhause. Zieh einfach die Tür zu, wenn du gehst.“ 
Rob grub nach weiteren Erinnerungen. Jason wohnte hier mit seinem Vater. Sie hatten deshalb so lange Party machen können, weil der Vater auf Montage war und sie somit sturmfreie Bude hatten. 
Müde trat Rob an den Spiegel heran und musterte sein verquollenes Antlitz durch die nebligen Kontaktlinsen. Sein Gesicht war nun wirklich nichts Besonderes. Ein dunkler Teint, das Erbe seiner italienischen Mutter, braunschwarze Augen unter schmalen Augenbrauen, eine Stupsnase, schwarze, halblange und viel zu lockige Haare. Er wirkte eindeutig südländisch. Da hörte die Exotik aber auch schon auf, denn er war ansonsten nicht besonders groß, nicht besonders breitschultrig, nicht besonders muskulös, nicht besonders schön, er war einfach gar nichts Besonderes. 
Rob schniefte, grinste sich höhnisch an, schöpfte sich kaltes Wasser ins Gesicht und betrat den Flur, um nach unten zu gehen und seine Jacke zu suchen. Das Stöhnen setzte prompt wieder ein. 
Schmunzelnd verzog Rob den Mund. Ja, er erinnerte sich. Irgendeiner hatte diesen dämlichen Porno mitgebracht. Ein paar der Mädchen hatten protestiert, als er ihn eingelegt, den Lautstärkeregler hoch gedreht und sich rasch eine willige Gruppe von Zuschauern gebildet hatte. Ein typischer Porno ohne nennenswerte Handlung. Nur der Typ war echt geil gewesen, so ein Muskelpaket und dessen Stöhnen war der Wahnsinn gewesen. 
Es war genau dieses laute, tiefe Stöhnen, welches jetzt zu ihm hoch drang, als Rob die Treppe hinabging. Offenbar hatte jemand vergessen, den Fernseher auszuschalten und nun lief der Film anscheinend in einer Dauerschleife. Rob ging ins Wohnzimmer, ignorierte dabei geflissentlich das ganze Chaos um sich herum. Jason würde gut zu tun haben, wenn er heimkam. Überall standen oder lagen noch Flaschen und Teller mit Pizzaresten darauf oder daneben. Wirklich viel hatten sie beide scheinbar gestern nicht mehr weggeräumt. 
Tatsächlich lief der Porno noch immer. Rob warf kurz einen Blick auf den Bildschirm. Der Typ war wirklich nicht zu verachten. Ein großer, kräftiger Kerl mit reichlich Körperbehaarung stieß immer wieder in ein blondes Etwas unter sich, welches piepsende Geräusche machte, ab und an ein: „Oh, yeah! Fuck me harder, fuck me deeper, Mister“, von sich gab, ansonsten aber vor allem von ihrem überdimensionalem Busen in den Schatten gestellt wurde. Ihre Geräusche wurden eindeutig von ihrem Partner übertönt, der bei jedem Vorstoß seiner Lenden ein lautes, langgezogenes Stöhnen von sich gab. 
Rob lächelte beeindruckt. Der Typ schien den Sex wirklich zu genießen, seine Lust nahm man ihm voll ab und es wirkte keinesfalls, als ob er schauspielern würde. Der Ton war recht laut gestellt und Rob sah sich suchend nach der Fernbedienung um. 
Gewiss waren Jasons Nachbarn nicht ganz so begeistert, wenn am Vormittag solche Geräusche aus dem kleinen Reihenhaus den heiligen Sonntag störten. Besser, er machte den Fernseher schnell aus. 
Zwischen zwei Chipstüten, einer halben Colaflasche und einer verstreuten Bande von Gummibärchen entdeckte er die Fernbedienung auf dem Tisch hinter dem Sofa. Das Sofa stand frei im Raum, direkt vor dem Fernseher. Wenn er herumging, hatte er einen interessanten Hindernisparcours vor sich, bestehend aus Flaschen, Tellern, Essensresten, Geschenkpapier und einem Paar Schuhe. Also nahm Rob den direkten Weg, trat ans Sofa heran und wollte sich gerade darüber lehnen, um an die Fernbedienung heranzukommen, als er mitten in der Bewegung abbrach. 
Das Sofa war nicht leer. Darauf lag ein Junge mit kurzen, hellbraunen Haaren, blassem, rundem Gesicht und geschlossenen Augen. Sein Antlitz wirkte angespannt, der Mund war leicht verzerrt. Er trug nur Boxershorts, weder Socken noch Schuhe oder ein Hemd. Seine spärlich behaarte Brust hob und senkte sich gleichmäßig. 
Im ersten Moment dachte Rob, der Junge würde nur schlafen, dann stutzte er jedoch, denn der Körper bewegte sich viel zu rhythmisch und Robs Blick folgte automatisch der Linie des Körpers unter ihm, bis er sah, warum. Rob schmunzelte. Offenbar war der Porno wirklich anregend genug, denn der Junge hatte die Hände in seine Shorts geschoben und es war recht offensichtlich, was sie dort taten. 
Grinsend beugte Rob sich weiter vor und betrachtete den Jungen genauer. Der hatte ihn ganz offensichtlich noch nicht bemerkt, denn seine Augen blieben geschlossen. Er war vielleicht sechzehn oder siebzehn, ein wenig pummelig, mit kräftigen Armen und Beinen. Sein rundes, konzentriert angespanntes Gesicht mit den Pausbacken wirkte wie der Rest von ihm noch unfertig, ein Junge, dicht an der Schwelle zum Mann. 
Rob stützte sich auf die Ellenbogen ab und blickte neugierig auf ihn hinunter, seine Mundwinkel zuckten immer wieder amüsiert nach oben. 
Was für ein toller Anblick, der Kleine war eine echte Augenweide! 
Auf dem Bildschirm kam der Typ lautstark und sehr wirkungsvoll zum Höhepunkt, stieß ein tierisch lautes, abschließendes Stöhnen aus. Der Junge auf dem Sofa verzog missmutig das Gesicht, öffnete die Augen und starrte erschrocken direkt in Robs, der ihn von oben belustigt anblickte. 
„Scheiße.“ Hastig zog er seine Hände aus den Shorts und blickte den grinsenden Rob fassungslos an. 
„Hallo, ich bin Roberto. Und wer bist du?“ 
© Text Chris P. Rolls 
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Frage: Warum soll Rob ein Hemd von Jason nehmen? 

Die richtige Antwort schickt ihr bitte an adventsgewinnspiel2013@gmx.de (Betreff: 7. Türchen plus heutiges Datum) 
Einsendeschluss ist um Mitternacht. 
Der oder die Gewinner/in wird morgen ermittelt und von uns per Email benachrichtigt. 
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