Bücher

Bücher lesen heißt, wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben über die Sterne.
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Jean Paul

Montag, 2. Dezember 2013

Adventsgewinnspiel 2013 - Tag 14

Heute könnt ihr das Buch "Dark - Thorns of Darkness " von Cathy McAllister gewinnen! 
Kurzbeschreibung: 
Teil 1 der vierteiligen Rockstar-Romance Serie THORNS OF DARKNESS Er ist ein Superstar, die Frauenwelt liegt ihm zu Füßen. Er hat eine Villa, fährt ein teures Auto, tourt durch die Welt, doch unter all dem Glamour schlägt ein verwundetes Herz und Dark spürt, er braucht eine Auszeit. Was liegt da näher, als ein Besuch auf der einsam gelegenen Ranch seines Großvaters? Sie hat ein Händchen für Pferde, besonders für die mit Problemen. Pferde sind ihr Leben und um keinen Preis erlaubt sie sich oder anderen, einen Blick auf ihre Vergangenheit zu werfen. Niemand sieht ihre Narben, nicht die äußerlichen und nicht die innerlichen. Das Letzte, was sie gebrauchen kann, ist ein verwöhnter Rockstar auf ihrer Ranch. Können zwei zerbrochene Seelen zueinanderfinden, ohne dass sie vollends zerstört werden? Für junge und jung gebliebene Leser/innen ab 16 Weitere Infos zur Serie regelmäßig auch auf Facebook: https://www.facebook.com/pages/Cathy-Mcallister-Young-Love/548536771883577 
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Leseprobe aus dem Buch "Dark - Thrones of Darkness" 
Genre: Yound Adult Romance 
Das Buch ist erhältlich bei Amazon.de als Taschenbuch & kindle edition 
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Leseprobe 
„In zweihundert Yard links abbiegen“, sagte die Navi und ich hielt Ausschau nach der Straße, die zur Ranch führen würde. „Bitte jetzt links abbiegen!“ 
Ich stoppte gute zweihundert Yards später am Straßenrand und starrte wütend auf die Anzeige meiner Navi. 
„Willst du mich veräppeln, du dumme Kuh?“, schimpfte ich. „Hier ist weit und breit keine Straße zum Linksabbiegen.“ 
Genervt stieg ich aus und schaute die Straße entlang in die Richtung, aus der ich gekommen war. Hatte ich etwas übersehen? Nein! Da war nichts gewesen, da war ich mir sicher. 
„War ja klar, dass die Scheißnavi in dieser Pampa versagt“, schimpfte ich vor mich hin. 
Weit und breit war kein Auto zu sehen. Was nun? Ich nahm mein Handy aus der Tasche und wollte die Nummer der Ranch wählen. Kein Empfang. 
„Fuck!“, rief ich frustriert aus. Ich widerstand dem Impuls, gegen meinen Mietwagen zu treten, und lief stattdessen an der Straße auf und ab. Was sollte ich tun? Weiterfahren und die nächste Straße nehmen, die links abging? Oder zurück und gucken, ob ich eine Einfahrt verpasst hatte? 
Motorengeräusch riss mich aus meinen Überlegungen. Ich schaute auf und sah einen alten Lastwagen auf mich zukommen. 
„Es gibt doch einen Gott!“, rief ich erleichtert aus und stellte mich auf die Straße, um den Lastwagen anzuhalten. 
Das uralte Ungetüm blieb schnaubend neben mir stehen. Ein Mann mit wirren grauen Locken beugte sich aus dem Fenster. 
„Probleme mit den Auto, Junge?“, fragte er. 
Ich schüttelte den Kopf. 
„Nein, ich hab mich nur verfahren. Ich suche die Three-Oaks-Ranch.“ 
„Ah, zum alten John willst du? Da musst du noch gut eine Meile und ’ne Halbe weiterfahren. Die nächste links. Dann immer der Straße folgen, dann kannst du die Ranch gar nicht verfehlen.“ 
„Danke“, murmelte ich. 
„Gern geschehen“, sagte der Alte und fuhr weiter. 
Ich stieg in meinen Mietwagen und schaltete die nutzlose Navi aus. 
„Zweihundert Yards!“, schnaubte ich empört. „Wohl eher zwei Meilen.“ 
© Text Cathy McAllister 
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Frage: Wie weit muss Dark tatsächlich noch fahren, um bis zur gewünschten Zufahrtsstraße zu gelangen? 
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Die richtige Antwort schickt ihr bitte an adventsgewinnspiel2013@gmx.de (Betreff: 14. Türchen plus heutiges Datum) 
Einsendeschluss ist um Mitternacht. 
Der oder die Gewinner/in wird morgen ermittelt und von uns per Email benachrichtigt. 
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Sonntag, 1. Dezember 2013

Chris Moriarty - der Schattenjäger

Kurzbeschreibung:
"Der dreizehnjährige Polizeilehrling Sascha wird in einen neuen magischen Fall gezogen. Die Ermittlungen führen Inquisitor Wolf, Sascha und Lily Astral quer durch die Stadt... und in Saschas Viertel.
Doch je näher sie der elektrisierenden Auflösung eines Mordes kommen, desto sicherer ist sich Sascha auch, dass er von seiner Schattenkreatur verfolgt wird. Und dann ist auch seine Familie in Gefahr! Bald hält ein verworrenes Spiel um Magie und Macht Sascha gefangen - hat am Ende der Teufel selbst die Fäden in der Hand?"

Fazit:
"Der Schattenjäger" ist nach "Der Seelenfänger" der zweite Teil um den Polizeilehrling Sascha, seine Kollegin Lily Astral und den charismatischen Inquisitor Maximilian Wolf. Zum Verständnis dieses zweiten Teils sollte man auf jeden Fall die Vorgeschichte kennen, denn ansonsten dürfte einiges unklar bleiben.

Ein neuer Fall bringt Sascha und Wolf mit alten Bekannten zusammen: unser Lieblingsbösewicht J. P. Morgaunt scheint, wie üblich, seine Finger im Spiel zu haben und natürlich ist ihm nichts nachzuweisen - hat er dafür gesorgt, dass "der Klezmerkönig" auf der Bühne starb?
Auch privat ist, wie bei Saschas quirliger jüdischer Familie nicht anders zu erwarten, wieder einiges los und dann steht auch noch ein Streik der Fabrikarbeiter an - es geht hoch her.

Auch in diesem zweiten Teil steht Sascha im Fokus der Erzählung, er verbringt aber deutlich mehr Zeit mit Wolf und so bekommt auch der Leser von seinen Handlungen mehr mit. War "Der Seelenfänger" eher ruhig, darf man hier mit einiger Action mehr rechnen - wenn auch viel Zeit damit zugebracht wird, durch New York zu laufen.
Wie bereits der erste Teil hat mich auch dieser gut unterhalten und man sympathisiert als Leser einfach automatisch mit der Familie Kessler.
Ein Kritikpunkt meinerseits ist, dass man zwar mehr mitbekommt, was Wolf tut - aber seine Beweggründe, seine Vergangenheit, seine Motive und Gedanken, die behält die Autorin weiterhin für sich, was ich sehr schade finde, da es dem Buch einiges mehr an Tiefe verleihen würde.

Adventsgewinnspiel 2013 - Tag 13

Und weiter geht es:
Heute könnt ihr das eBook (epub) "Hinter Türen" von Anja Ollmert gewinnen! 
Zusätzlich noch eine kleine Überraschung von der Autorin selbst per Post. 
Kurzbeschreibung: 
Wir Menschen sind versucht, einen Blick hinter verschlossene Türen zu wagen. Einen Blick voller Interesse, Neugier, Mitgefühl und wohligem oder ängstlichem Schaudern. Hinter den Türen dieses Buches – denn nichts anderes ist der Buchdeckel für den Leser – verbirgt sich Verblüffendes, Geheimnisvolles, Kriminelles, Mörderisches, Unterhaltsames und Skurriles in 23 Geschichten, die vom Leben erzählen, wie es ist – oder zumindest sein könnte … 
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Leseprobe aus dem Buch "Hinter Türen" 
Genre: Kurzgeschichten verschiedener Genres 
Das Buch ist erhältlich bei Amazon.de als Taschenbuch & kindle edition 
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Leseprobe 
Der Blattschuss 
Der Tag begann früher als gewöhnlich. Nebenan röhrte eine altersschwache Bohrmaschine. In Carolas Träumen entsprach dieser Lärm einem röhrenden Hirsch mitten in der Brunftzeit. Sie saß auf einem Hochsitz, das Jagdgewehr im Anschlag. Aufmerksam war ihr traumferner Blick auf die Linie des Waldes gerichtet. Von dort kam das Geräusch, da war Carola sicher. Suchend starrte sie durch das Zielfernrohr, bemüht, jede noch so kleine Bewegung am Waldrand wahrzunehmen. 
Da – sie konnte ihn sehen. In ihrem Fadenkreuz erschien ein wunderschöner Hirsch, ein Vierzehnender, der seinen Hals gen Himmel streckte und dieses unheimliche Geräusch ausstieß, das Carola im Traum verfolgte. Sie würde ihm den Garaus machen, hatte sie beschlossen. Der Zeigefinger schwebte über dem Abzug. Er war das einzige Körperteil Carolas, das sich jetzt Millimeter um Millimeter bewegte. Kaum hatte sie die Rundung berührt, hörte sie den Schuss, der wie von einem tausendfachen Echo multipliziert, durch den Wald schallte. Der Hirsch verharrte einen Augenblick stumm. Zuerst brachen seine Vorder-beine ein, bevor er schwer zur Seite fiel und mit einem letzten, vernehmbaren Laut ver-stummte. Jetzt hatte sie ihre Ruhe. 
Nachdem Carola den Traumhirschen per Blattschuss in einen ewigen Schlaf geschickt hatte, tauchte sie aus ihrer Trance auf und stellte fest, dass sie im Bett hockte, statt unter den Kissen zu liegen. Ihre Arme waren in einem 90° Winkel erhoben, als wenn sie eine Waffe hielten, die zur Wand der Nachbarwohnung ausgerichtet war. Von dort war kein Laut mehr zu hören. Der Bohrer, der in Carolas Träume eingedrungen war, war verstummt. Verstummt für immer, aber davon konnte Carola nichts wissen. Es folgte ein unterdrückter Ausruf, den sie ebenso in ihre Träume eingeordnete hatte, wie den vorangegangenen Schuss. Dann war es wieder totenstill. 
Sie ließ die steif gewordenen Arme sinken und betrachtete sich im Spiegel ihres Kleider-schranks. Was sie sah, war zu der frühen Uhrzeit Normalität. Zerzaustes blondes Haar, durchzogen mit grauen Strähnen. Ihre im Ansatz schlaffe Gesichtsmuskulatur wirkte bei dem Licht der Morgendämmerung ebenso grau. Ihr geblümtes Baumwollnachthemd hing locker um ihren Oberkörper und verbarg all die Kurven, die ihr das Leben schwer machten. 
Langweilig – konstatierte sie das, was sie sah, ließ sich auf den Po niedersinken und kletterte umständlich aus dem Bett. Die ungewohnte Haltung während des Traumes machte ihre ersten Schritte schwerfällig und es war, als schleppte sich Carola, gezogen von einem imaginären Schwerlaster, in ihr Bad. Im Vorübergehen fiel ihr Blick auf den Wecker. 6:05 Uhr. Viel zu früh. Sie musste erst um 8:00 Uhr am Schreibtisch im Finanzamt sitzen. Missmutig schleu-derte sie die Pantoffeln von den Füßen, dass sie im hohen Bogen gegen die geflieste Badezimmerwand prallten. 
So viel Temperament war für Carola untypisch. Sie war die nüchterne und stets gelassene Beobachterin des eigenen Lebens. Sie sah von außen auf ihre Umgebung, wie bei einem langweiligen Film, bei dem man zu faul war, endlich nach der Fernbedienung zu greifen und umzuschalten. Der Duschvorhang verbarg Carolas nackte und ungeliebte Üppigkeit vor ihren eigenen Blicken im Spiegel über dem Waschbecken. Mit dem herabrinnenden Wasser aus der Dusche vertrieb sie die letzten Spuren der unfreiwillig unterbrochenen Nacht. Carola wickelt sich das Handtuch um die Hüften und tapste mit nassen Füßen zurück ins Schlafzimmer. Sie öffnete den Kleiderschrank und wählte ein mausgraues Ensemble aus Tweed. Dazu nahm sie eine schwarze Bluse. Schwarz machte schlank. 
Das einzige, was an Carola außergewöhnlich war, war die seidene Spitzenunterwäsche, die sie trug. Das veränderte weder ihren Weltblick, noch das Augenmerk, das die Welt für sie erübrigen konnte. Seit sie das Bett verlassen hatte, waren wenige Minuten vergangen. Der Blick auf die Uhr sagte ihr, dass es erst 6:20 Uhr war. Immer noch viel zu früh, wenn man mit sich nichts anzufangen wusste. 
Jetzt horchte Carola auf. In der Ferne vernahm sie das Martinshorn eines Rettungswagens, der sich mit hoher Geschwindigkeit zu nähern schien. 
„Wo der so früh hin will?“, fragte sie sich. „Ein armer Teufel mehr, dahingerafft von einem unerwarteten Infarkt“, vermutete sie. Das Geräusch wurde lauter und sie trat ans Fenster. Auf dem Parkstreifen kamen ein Rettungswagen und ein Streifenwagen gleichzeitig mit quietschenden Reifen zum Stehen. 
„Polizei?“ Trappelnde Füße im Hausflur rannten die Treppen hinauf und kamen in ihrer Etage zum Stillstand. Carola stand halbnackt in der Diele, das rechte Ohr an die Wohnungstür gepresst. Der BH baumelte ihr unverschlossen auf den Schultern. Ein Klopfen hörte Carola nicht, lediglich die Stimme von Frau Kulinski und einen tieftönenden Bass, dessen Besitzer sich als Kripobeamter vorstellte. Was hatten Kulinskis angestellt? fragte sie sich. Der Kontakt zu den Nachbarn war von Unverständnis geprägt und man gönnte sich keinen Gruß, wenn man im Hausflur aufeinanderstieß. 
Carola war sicher, dass auch die Eheleute nicht miteinander sprachen. Aus der Wohnung nebenan drang selten ein Laut, trotz der dünnen Wände aus Rigips. Sie gehörte zu den Menschen, die Kulinski gerne als Zielscheibe missbrauchte. 
„Finanzbeamtin. Steuern eintreiben und dann selbst aus dem großen Topf kassieren.“, schimpfte er, wenn er über Carola sprach. „Alles Blutsauger, einer wie der andere, und die Alte gehört dazu.“ Kulinski legte Wert darauf, dass Carola in Hörweite war, wenn er seine Bosheiten von sich gab. Kein Wunder, dass sie ihn nicht mochte. Und die Frau war kein Deut besser. Stets lief sie mit niedergeschlagenem Blick herum. Wer weiß, wie es um die Ehe der beiden stand. Vielleicht hatte der Mann sie tätlich angegriffen und die Frau hatte die Polizei gerufen. Auf Kulinskis aggressives Geschrei wartete Carola vergebens. 
Carola hatte keine Lust mehr zu lauschen. Lieber wollte sie sich jetzt langsam ankleiden und das Haus verlassen. Sie wollte nicht in irgendwelche Dinge hineingezogen werden. All die Überlegungen, was nebenan geschehen sein mochte, ließen sich nicht gleich abstellen. Sie belagerten ihre Gedanken, während sie langsam die Strümpfe hochrollte und in Bluse, Rock und Tweedblazer schlüpfte. Carola schüttelte die Kissen auf. Einen Moment lang hielt sie inne. Da war etwas mit einem metallischen Klicken auf den Boden gefallen. Carola ließ sich auf die Knie herabsinken und tastete mit den flachen Händen über das Laminat. Mit den Fingerspitzen erfühlte sie einen kleinen Gegenstand, den sie zu sich heranzog. Eine Patronenhülse, stellte sie erstaunt fest. Sie hockte dort am Boden und umschloss sie fest mit der rechten Hand. Ihr Blick fiel auf die Wand zur Nachbarwohnung. Darin waren zwei kleine Löcher, direkt unter dem Bild von ihrem Heimatdorf in der Eifel. Und während sie erstarrte, klopfte es an ihre Wohnungstür. 
„Frau Gellingsdorf, machen Sie bitte auf? Hier ist die Kriminalpolizei. Wir hätten da ein paar Fragen an Sie.“ Stöhnend erhob sich Carola und ging zur Tür. Mit der Hand umschloss sie fest die leere Patronenhülse. Sie öffnete und sah sich zwei Männern gegenüber, die ihr ihre Ausweise entgegenstreckten. 
„Wir müssen mit Ihnen reden. Ihr Nachbar, der Herr Kulinski ist vor einer guten halben Stunde zu Tode gekommen. In seiner Wand befinden sich zwei Löcher, direkt dort, wo er niedergesunken ist, nachdem er die Bohrmaschine benutzt hat, um eines dieser Löcher zu bohren. Er wurde erschossen. 
Seine Frau fand ihn leblos am Boden liegend. Das Werkzeug hielt er noch in der Hand. Haben Sie eine Erklärung?“ 
Carola blieb stumm. Sie streckte lediglich ihre Hand aus, auf der die Patronenhülse ruhte. Einer der Polizisten sprang zu ihr und drehte ihr die Hand auf den Rücken. Er schleuderte sie herum und tastete sie ab. Fast fühlte sie seine fordernden Hände bis hinab zu ihrer spitzenbesetzten Seidenunterwäsche. Sie konnte nicht sagen, dass ihr diese Berührung unangenehm war. Dass er gleichzeitig ihre rechte Wange gegen die Wand der Diele presste, hielt sie für übertrieben. 
„Sie ist unbewaffnet!“, erklärte er. Der Beamte drehte sie zu sich herum. 
„Wo haben Sie die Waffe, mit der Sie Ihren Nachbarn getötet haben?“ 
„Ich?“, fragte Carola entsetzt. 
„Wer sonst? Der Schuss muss aus ihrer Wohnung gekommen sein, warum hätten Sie sonst die Patronenhülse in der Hand. Wollten Sie die Beweismittel verstecken?“ 
„Ich habe keine Ahnung, wovon Sie reden“, mehr brachte Carola nicht heraus. 
„Frau Gellingsdorf, ich nehme Sie fest, wegen des Verdachts der Tötung an Ihrem Nachbarn, Herrn Kulinski. In der Wohnung befindet sich ein Kugeleinschlag in der Wand, in die Ihr Nachbar das Loch gebohrt hat. Das Projektil hat die Wand durchschlagen und traf ihn in der Brust, direkt ins Herz. Sie fühlten sich wegen der frühen Uhrzeit gestört und haben ihn erschossen. Ihre Waffe werden wir finden. Sie können die Aussage verweigern. Was Sie sagen, kann vor Gericht gegen Sie verwendet werden. Abführen“, sagte der Mann. 
Die Spurensicherung durchwühlte Carolas Wohnung bis in den hintersten Winkel. Der Tatort war gesichert und der Leichnam Kulinskis abtransportiert. In Kulinski Wohnung wurde nicht mehr nach einer Waffe gesucht. Man hatte ja die Hülse bei Carola gefunden. In dem Durcheinander bemerkte niemand die verhuschte Frau Kulinski, als sie in Carolas Bad ging und eine Pistole in den Revisionsschacht der Wanne legte. Die winzige Rouladennadel, mit der Frau Kulinski die leere Hülse durch die Wand in die Nachbarwohnung geschoben hatte, lag in der Küchenschublade. Das Bild, das Kulinski morgens um Sechs anbringen wollte, lag neben der Bohrmaschine auf dem Boden. Es dauerte nicht lange, bis die Spurensicherung die Waffe im Bad fand. Es handelte sich nicht um ein einfallsreiches Versteck. 
Carolas Unschuldsbeteuerungen glaubte niemand und sie wurde Opfer eines Indizienprozesses. Und unter der Gefängniskleidung trug sie noch Jahre später die alte, verschlissene Seidenunterwäsche. 
© Text Anja Ollmert 
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Frage: Welche Todesursache bzw. welchen Grund für den Polizeieinsatz vermutet Carola bei ihrem ungeliebten Nachbarn? 

Die richtige Antwort schickt ihr bitte an adventsgewinnspiel2013@gmx.de (Betreff: 13. Türchen plus heutiges Datum) 
Einsendeschluss ist um Mitternacht. 
Der oder die Gewinner/in wird morgen ermittelt und von uns per Email benachrichtigt.