Kurzbeschreibung:
Die 16jährige Callie verliert ihre Eltern, als eine unheimliche Infektion alle tötet, die nicht schnell genug geimpft werden - nur sehr junge und sehr alte Menschen überleben. Während die Alten ihren Reichtum mehren, verfallen die Jungen der Armut. Hoffnung verspricht die Body Bank, ein mysteriöses Institut, in dem Jugendliche gegen Geld ihre Körper verleihen können. Das Bewusstsein des alten Menschen übernimmt den jungen Körper für eine Zeit, um wieder jung zu sein. Doch bei Callie geht etwas schief: Sie erwacht, bevor sie erwachen darf - in einem Leben, das ihr völlig unbekannt ist...
Fazit:
Eigentlich bin ich kein Freund von Dystopien. Bei "Starters" allerdings hat mir eine Leseprobe so gut gefallen, dass ich mich entschlossen habe, das Buch zu kaufen. Wir landen in einer Welt, wie wir sie nicht kennen: nur ganz junge und ganz alte Menschen; ein perfides Unternehmen, das die Körper der einen an die anderen verleiht - für horrende Summen natürlich...auf diese Idee muss man erst einmal kommen! Wir lernen Callie, unsere Hauptprotagonistin kennen, die praktisch auf der Straße lebt und für ihren kleinen, kranken Bruder verantwortlich ist - nur deshalb lässt sie sich auf einen Vertrag mit der "Body Bank" ein - ihr Bruder soll es besser haben. Natürlich geht schief, was nur schief gehen kann und irgendwo ist immer ein Böser - sonst wäre das Buch ja langweilig.
Man findet gut in die Story hinein, der Lesefluss ist wunderbar und mal abgesehen von ein paar langatmigerer Seiten im Mittelteil des Buches, ist es auch durchgehend spannend geschrieben. Natürlich kommt am Ende alles anders als gedacht, auch dies hat die Autorin gut hinbekommen, auch wenn mich persönlich die Sache mit Blake etwas stört, bzw. so, wie es sich dann im Nachhinein darstellt - um nicht zuviel zu verraten, gehe ich darauf aber natürlich nicht weiter ein ;-)
In Arbeit ist wohl gerade die Fortsetzung "Enders", die ich auch durchaus noch lesen würde!
"Starters" ist ein unterhaltsamer Jugendroman, in dem die Spannung auch nicht zu kurz kommt - hat mir gut gefallen, wenn auch nicht der Pageturner schlechthin.
Jeder Mensch braucht seine kleinen Fluchten aus dem Alltag - ich finde meine in Büchern
Bücher
Bücher lesen heißt, wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben über die Sterne.
- Jean Paul
- Jean Paul
Sonntag, 13. Mai 2012
Freitag, 11. Mai 2012
Julie Peters - im Land des Feuerfalken
Kurzbeschreibung:
Neuseeland, 1907: Es geht ein tiefer Riss durch die irische Auswanderfamilie der O'Briens, die im fernen Neuseeland mit ihrer Schafzucht ihr Glück gemacht hat. Josie wächst bei ihrer Mutter Siobahn im Wald auf, ihre Schwester Sarah auf dem Stammsitz der O'Briens, in Kilkenny. Die beiden Schwestern könnten unterschiedlicher nicht sein: Sarah ist pflichtbewusst, Josie ein Wildfang, und sie beneiden sich gegenseitig um das, was sie vermissen. Aber dann bricht der Erste Weltkrieg in Europa aus, und er wirft seinen dunklen Schatten bis zum anderen Ende der Welt. Sarah heiratet einen ungeliebten Mann, ihre Schwester wendet sich von der Familie ab. Bald müssen sie erkennen, dass ein Leben ohne Wurzeln nicht wert ist, gelebt zu werden. Und die beiden Frauen kämpfen um ihr Glück...
Fazit:
Mit "Im Land des Feuerfalken" findet die Familiensaga um die O'Briens ihre Fortsetzung, die in "Das Lied der Sonnenfänger" ihren Anfang nahm.
Ich selbst habe das erste Buch nicht gelesen (naja, noch nicht...) und kann deshalb bestätigen, dass man die Fortsetzung auch ohne Kenntniss des ersten Bandes lesen kann - dennoch würde ich jedem empfehlen, erst das erste Buch zu lesen, da einem sonst, wie mir, einiges an Hintergrundwissen fehlt, was man im Buch immer mal wieder merkt.
Das Buch ist in einem Stil geschrieben, der einen einfängt und nicht los lässt, bis man die letzte Seite umgeblättert hat. Flüssig zu lesen, gefühlvoll und mitreißend geschrieben, wird man Zeuge der Irrungen und Wirrungen der irischen Familie O'Brien, die alle nach dem Krieg Probleme haben, wieder zu sich und zueinander zu finden, jeder auf seine eigene Weise.
Wer historische Romane, weit entfernte Orte und/oder Familiensagas mag, kann mit diesem Roman nicht falsch liegen!
Neuseeland, 1907: Es geht ein tiefer Riss durch die irische Auswanderfamilie der O'Briens, die im fernen Neuseeland mit ihrer Schafzucht ihr Glück gemacht hat. Josie wächst bei ihrer Mutter Siobahn im Wald auf, ihre Schwester Sarah auf dem Stammsitz der O'Briens, in Kilkenny. Die beiden Schwestern könnten unterschiedlicher nicht sein: Sarah ist pflichtbewusst, Josie ein Wildfang, und sie beneiden sich gegenseitig um das, was sie vermissen. Aber dann bricht der Erste Weltkrieg in Europa aus, und er wirft seinen dunklen Schatten bis zum anderen Ende der Welt. Sarah heiratet einen ungeliebten Mann, ihre Schwester wendet sich von der Familie ab. Bald müssen sie erkennen, dass ein Leben ohne Wurzeln nicht wert ist, gelebt zu werden. Und die beiden Frauen kämpfen um ihr Glück...
Fazit:
Mit "Im Land des Feuerfalken" findet die Familiensaga um die O'Briens ihre Fortsetzung, die in "Das Lied der Sonnenfänger" ihren Anfang nahm.
Ich selbst habe das erste Buch nicht gelesen (naja, noch nicht...) und kann deshalb bestätigen, dass man die Fortsetzung auch ohne Kenntniss des ersten Bandes lesen kann - dennoch würde ich jedem empfehlen, erst das erste Buch zu lesen, da einem sonst, wie mir, einiges an Hintergrundwissen fehlt, was man im Buch immer mal wieder merkt.
Das Buch ist in einem Stil geschrieben, der einen einfängt und nicht los lässt, bis man die letzte Seite umgeblättert hat. Flüssig zu lesen, gefühlvoll und mitreißend geschrieben, wird man Zeuge der Irrungen und Wirrungen der irischen Familie O'Brien, die alle nach dem Krieg Probleme haben, wieder zu sich und zueinander zu finden, jeder auf seine eigene Weise.
Wer historische Romane, weit entfernte Orte und/oder Familiensagas mag, kann mit diesem Roman nicht falsch liegen!
Sonntag, 6. Mai 2012
Caroline Vermalle - als das Leben überraschend zu Besuch kam
Kurzbeschreibung:
Eines Morgens wacht die dreiundsiebzigjährige Jacqueline auf und weiß: So kann es nicht weitergehen! Sie packt ihre Koffer und steht Stunden später vor dem Häuschen mit den blauen Fensterläden, in dem ihre Kusine Nane auf einer kleinen bretonischen Insel lebt. In Nanes gemütlicher Küche gesteht Jacqueline ihrer Kusine, warum sie ihren Ehemann Marcel ohne ein Wort verlassen hat, und vertraut Nane schließlich den Traum an, der ihre Sehnsucht seit Jugendtagen immer wieder beflügelt hat und den sie nun endlich leben will...
Fazit:
Diesen Lesegenuss verdanke ich BloggDeinBuch und dem Lübbe-Verlag.
Schon beim ersten Betrachten ist dieses Buch etwas Besonderes - in das Jemand viel Liebe gesteckt hat. Der Schutzumschlag ist in wunderbar weichen Lavendeltönen gehalten, dazu die grünen Gräser, Hecken und Bäume. Der Bucheinband selbst ist ebenfalls lavendelfarben, außerdem verfügt das Buch über ein lilafarbenes Lesebändchen, was natürlich farblich gut paßt, aber ich gebe auch gern zu, eine generelle Schwäche für Lesebändchen zu haben!
Beim Aufschlagen des Buches wird man dann überrascht von einer lilafarbenen Doppelseite, verziert mit weißen Ranken und Schmetterlingen, deren Bezug zum Buch schon nach wenigen Seiten des Lesens deutlich werden. Das Auge liest ja bekanntlich mit und rein optisch ist dieses Buch schon vor dem Lesebeginn etwas ganz Besonderes.
Der Roman selbst ist einer, in dem man sich verlieren kann. Wenn man sich darauf einlässt, wird man zusammen mit den Schmetterlingen und den unterschiedlichen Winden, die hier die Rolle des Erzählers übernehmen, hinfort getragen - direkt an die bretonische Küste, in ein kleines Gartenhaus, dessen Bestimmung es ist, Seelen heilen zu lassen.
Die Geschichte handelt vom Leben, dem bewussten und dem unbewussten; von Träumen, den verwirklichten und den vernachlässigten, ebenso von den Konsequenzen des Verwirklichens bzw. dessen Unterlassen; natürlich von der Liebe - damit einhergehend auch vom Schmerz, der der Liebe oft auf dem Fuß folgt und selbstverständlich von Menschen: Jacqueline, die sich auf ihre ganz persönliche Suche begibt; Nane, die bewunderte Cousine, die ihr einen Zufluchtsort bietet; Marcel, der verlassene Ehemann und Paul, sein bester Freund. All jene begleiten wir hier auf ihren ganz speziellen Wegen.
Ein Buch, das wie geschaffen ist für den kommenden Sommer, da es die Leichtigkeit der Winde und Schmetterlinge mit sich bringt.
Einziger Kritikpunkt meinerseits ist eine gewisse Langatmigkeit im zweiten Viertel des Buches, wo Jacqueline derart verstockt ist, dass nicht nur die anderen Beteiligten, sondern auch der Leser nicht erfährt, was in ihr vorgeht - netterweise besinnt sie sich dann eines Besseren ;-)
Von mir 4 von 5 Punkten und eine klare Kaufempfehlung für Liebhaber von Romanen, die das Leben schreibt.
Eines Morgens wacht die dreiundsiebzigjährige Jacqueline auf und weiß: So kann es nicht weitergehen! Sie packt ihre Koffer und steht Stunden später vor dem Häuschen mit den blauen Fensterläden, in dem ihre Kusine Nane auf einer kleinen bretonischen Insel lebt. In Nanes gemütlicher Küche gesteht Jacqueline ihrer Kusine, warum sie ihren Ehemann Marcel ohne ein Wort verlassen hat, und vertraut Nane schließlich den Traum an, der ihre Sehnsucht seit Jugendtagen immer wieder beflügelt hat und den sie nun endlich leben will...
Fazit:
Diesen Lesegenuss verdanke ich BloggDeinBuch und dem Lübbe-Verlag.
Schon beim ersten Betrachten ist dieses Buch etwas Besonderes - in das Jemand viel Liebe gesteckt hat. Der Schutzumschlag ist in wunderbar weichen Lavendeltönen gehalten, dazu die grünen Gräser, Hecken und Bäume. Der Bucheinband selbst ist ebenfalls lavendelfarben, außerdem verfügt das Buch über ein lilafarbenes Lesebändchen, was natürlich farblich gut paßt, aber ich gebe auch gern zu, eine generelle Schwäche für Lesebändchen zu haben!
Beim Aufschlagen des Buches wird man dann überrascht von einer lilafarbenen Doppelseite, verziert mit weißen Ranken und Schmetterlingen, deren Bezug zum Buch schon nach wenigen Seiten des Lesens deutlich werden. Das Auge liest ja bekanntlich mit und rein optisch ist dieses Buch schon vor dem Lesebeginn etwas ganz Besonderes.
Der Roman selbst ist einer, in dem man sich verlieren kann. Wenn man sich darauf einlässt, wird man zusammen mit den Schmetterlingen und den unterschiedlichen Winden, die hier die Rolle des Erzählers übernehmen, hinfort getragen - direkt an die bretonische Küste, in ein kleines Gartenhaus, dessen Bestimmung es ist, Seelen heilen zu lassen.
Die Geschichte handelt vom Leben, dem bewussten und dem unbewussten; von Träumen, den verwirklichten und den vernachlässigten, ebenso von den Konsequenzen des Verwirklichens bzw. dessen Unterlassen; natürlich von der Liebe - damit einhergehend auch vom Schmerz, der der Liebe oft auf dem Fuß folgt und selbstverständlich von Menschen: Jacqueline, die sich auf ihre ganz persönliche Suche begibt; Nane, die bewunderte Cousine, die ihr einen Zufluchtsort bietet; Marcel, der verlassene Ehemann und Paul, sein bester Freund. All jene begleiten wir hier auf ihren ganz speziellen Wegen.
Ein Buch, das wie geschaffen ist für den kommenden Sommer, da es die Leichtigkeit der Winde und Schmetterlinge mit sich bringt.
Einziger Kritikpunkt meinerseits ist eine gewisse Langatmigkeit im zweiten Viertel des Buches, wo Jacqueline derart verstockt ist, dass nicht nur die anderen Beteiligten, sondern auch der Leser nicht erfährt, was in ihr vorgeht - netterweise besinnt sie sich dann eines Besseren ;-)
Von mir 4 von 5 Punkten und eine klare Kaufempfehlung für Liebhaber von Romanen, die das Leben schreibt.
Samstag, 5. Mai 2012
Jennifer Donnelly - Die Wildrose
Kurzbeschreibung:
Die Herzen von Willa Alden und Seamus Finnegan schlagen für die unbezwingbaren Gipfel der Welt - und füreinander. Doch nach einer schicksalhaften Bergtour am Kilimandscharo ist nichts mehr, wie es war: Willa erleidet einen tragischen Unfall und ist fortan für ihr Leben körperlich gezeichnet. Voller Vorwürfe gegenüber Seamus wendet sie sich von ihm ab. Doch auch Seamus trägt eine Wunde davon - die Trennung bricht ihm das Herz. Jahre später kreuzen sich Willas und Seamus' Wege ein zweites Mal - und ihre Liebe wird auf eine harte Probe gestellt...
Fazit:
Die Herzen von Willa Alden und Seamus Finnegan schlagen für die unbezwingbaren Gipfel der Welt - und füreinander. Doch nach einer schicksalhaften Bergtour am Kilimandscharo ist nichts mehr, wie es war: Willa erleidet einen tragischen Unfall und ist fortan für ihr Leben körperlich gezeichnet. Voller Vorwürfe gegenüber Seamus wendet sie sich von ihm ab. Doch auch Seamus trägt eine Wunde davon - die Trennung bricht ihm das Herz. Jahre später kreuzen sich Willas und Seamus' Wege ein zweites Mal - und ihre Liebe wird auf eine harte Probe gestellt...
Fazit:
Nach "Die Teerose" und "Die Winterrose" mussten die Leser lange auf eine Fortsetzung der Bristow-Saga warten, die uns jetzt endlich mit "Die Wildrose" erreicht.
Meistens sind Folgebände nicht so gut wie der Anfangsband. Von dieser Regel nimmt sich Jennifer Donnelly gekonnt aus, denn "Die Wildrose" steht den Vorgängerbänden in nichts nach.
Schon nach wenigen Seiten befindet man sich mitten im Leben der Protagonisten und war es auch Jahre her, dass ich die ersten Bände gelesen habe, war gleich alles wieder da, was bisher geschah. Jennifer Donnelly hat die seltene Gabe, ihre Figuren lebensecht in den Köpfen der Leser auferstehen zu lassen - und noch dazu bringt sie mich dazu, alle Emotionen, die ihren Figuren passieren, ob Freude, Trauer oder Schmerz (und davon gibt es eine Menge in diesem Buch), mitfühlen zu lassen.
"Die Wildrose" führt ihre Figuren durch den ersten Weltkrieg, im Vordergrund Seami und Willa - die beiden Königskinder, die bisher nie wirklich zusammen kommen konnten und dies, so scheint es, auch hier nicht werden. Aber wir treffen auch India und Sid wieder, genauso wie Fiona und Joe, dazu neue Familienmitglieder und andere Mitspieler, wie den Deutschen, Max von Brandt, der doch recht zwielichtig erscheint - mt all diesen Menschen erleben wir Ereignisse in London und Arabien und begleiten sie auf See und nach Paris - mitreißend erzählt, sodass man das Buch kaum aus den Händen legen kann - ein absolut empfehlenswertes Buch, das man auch lesen kann, wenn man die Vorgängerbände nicht kennt. Mein persönlicher Rat: warum sollte man das eigene Vergnügen schmälern! Wer "Die Teerose" und "die Winterrose" nicht kennt, sollte erst diese lesen und so noch viele Jahre mehr mit den Hauptfiguren erleben.
Freitag, 4. Mai 2012
Kathy Reichs - Virals: Tote können nicht mehr reden
Kurzbeschreibung:
Die vierzehnjährige Tory Brennan ist die Nichte der berühmten forensischen Anthropologin Tempe Brennan. Mit ihr teilt sie zwei Dinge: den Instinkt für Verbrechen - und den unbedingten Willen, diese aufzuklären...
Auf einer einsamen Insel findet Tory die vergrabenen Knochen eines vor etwa 30 Jahren verstorbenen jungen Mädchens. Torys Versuch, gemeinsam mit ihren Freunden die Identität des Mädchens zu lüften, erweist sich als gefährlicher als erwartet: Bei der Toten handelt es sich um die damals sechzehnjährige Katherine Heaton, deren Verschwinden nie aufgeklärt wurde. Die Spuren des Verbrechens reichen bis in die Gegenwart, bis in ein Labor, in dem wissenschaftliche Experimente mit dem gefährlichen Parvovirus vorgenommen werden. Tory und ihre Freunde infizieren sich mit dem Virus - und erlangen dadurch eine erhöhte Wahrnehmungsfähigkeit, die ihnen bei ihren Recherchen zugute kommt. Denn der Mörder von Katherine Heaton tut alles dafür, dass das Verbrechen nicht ans Tageslicht gebracht wird....
Fazit:
Wer kennt Kathy Reichs und ihre berühmte Anthropologin Tempe Brennan nicht? Kann eine Autorin sich vollkommen frei machen von ihrer berühmten Serienheldin und dem der Reihe eigenen oft spröden Schreibstil und etwas vollkommen neues, eine Jugendserie mit Fantasy-Elementen, schreiben? Ja, sie kann!
Schon in der Sprache unterscheidet sich "Virals" von den Tempe Brennan - Büchern. Einfacher gehalten, direkter, weniger spröde und mit deutlich weniger Erklärungen versehen, kann der Leser sich einem ungestörten Lesefluss hingeben, unterstützt durch die kurzen Kapitel.
Die Hauptprotagonisten inklusive Tory und ihres Vaters, werden treffend charakterisiert, die Story ist flüssig und einnehmend geschrieben - man fließt praktisch durch das Buch und fiebert mit den Hauptpersonen. Aufgefrischt wird die jugendliche Mörderjagd durch die Fantasy-Elemente der erhöhten Wahrnehmungsfähigkeit, mit der die jungen Protagonisten erst umzugehen lernen müssen.
Mir hat das Lesen viel Spaß gemacht und wer auch als Erwachsener gern Jugendbücher liest, trifft mit "Virals" sicher eine gute Wahl.
Die vierzehnjährige Tory Brennan ist die Nichte der berühmten forensischen Anthropologin Tempe Brennan. Mit ihr teilt sie zwei Dinge: den Instinkt für Verbrechen - und den unbedingten Willen, diese aufzuklären...
Auf einer einsamen Insel findet Tory die vergrabenen Knochen eines vor etwa 30 Jahren verstorbenen jungen Mädchens. Torys Versuch, gemeinsam mit ihren Freunden die Identität des Mädchens zu lüften, erweist sich als gefährlicher als erwartet: Bei der Toten handelt es sich um die damals sechzehnjährige Katherine Heaton, deren Verschwinden nie aufgeklärt wurde. Die Spuren des Verbrechens reichen bis in die Gegenwart, bis in ein Labor, in dem wissenschaftliche Experimente mit dem gefährlichen Parvovirus vorgenommen werden. Tory und ihre Freunde infizieren sich mit dem Virus - und erlangen dadurch eine erhöhte Wahrnehmungsfähigkeit, die ihnen bei ihren Recherchen zugute kommt. Denn der Mörder von Katherine Heaton tut alles dafür, dass das Verbrechen nicht ans Tageslicht gebracht wird....
Fazit:
Wer kennt Kathy Reichs und ihre berühmte Anthropologin Tempe Brennan nicht? Kann eine Autorin sich vollkommen frei machen von ihrer berühmten Serienheldin und dem der Reihe eigenen oft spröden Schreibstil und etwas vollkommen neues, eine Jugendserie mit Fantasy-Elementen, schreiben? Ja, sie kann!
Schon in der Sprache unterscheidet sich "Virals" von den Tempe Brennan - Büchern. Einfacher gehalten, direkter, weniger spröde und mit deutlich weniger Erklärungen versehen, kann der Leser sich einem ungestörten Lesefluss hingeben, unterstützt durch die kurzen Kapitel.
Die Hauptprotagonisten inklusive Tory und ihres Vaters, werden treffend charakterisiert, die Story ist flüssig und einnehmend geschrieben - man fließt praktisch durch das Buch und fiebert mit den Hauptpersonen. Aufgefrischt wird die jugendliche Mörderjagd durch die Fantasy-Elemente der erhöhten Wahrnehmungsfähigkeit, mit der die jungen Protagonisten erst umzugehen lernen müssen.
Mir hat das Lesen viel Spaß gemacht und wer auch als Erwachsener gern Jugendbücher liest, trifft mit "Virals" sicher eine gute Wahl.
Dienstag, 1. Mai 2012
Werner Bartens - Betrügen lernen
Kurzbeschreibung:
Alex ist Verhaltensforscher und beschäftigt sich mit dem Paarungverhalten von Primaten. Seine Frau Clara ist Urologin und sieht berufsbedingt eindeutig zu viele nackte Männer. Er hat noch viel Liebe zu geben und sucht schüchtern ihre erogenen Zonen. Sie ist genervt von seinen Verführungsversuchen und Vorschlägen zur gemeinschaftlichen Beischlafplanung. Irgendwie lieben sie sich nach langen Ehejahren noch immer. Als seine roten Markierungen im Kalender immer spärlicher werden, entschließt er sich probeweise und um sich selbst zu beweisen, dass er's noch kann, seine Frau zu betrügen. Kongresse und Vortragsreisen scheinen genug Gelegenheit dazu zu bieten. Doch die eigenen Fantasien in die Tat umzusetzen erweist sich für Alex als sehr viel schwieriger als gedacht.
Fazit:
Zwar steht auf dem Buchumschlag das Genre "Roman", wer allerdings hier reine Unterhaltung erwartet, täuscht sich. Halb ein Roman, halb eine Sozialstudie, wird das Zusammenleben von Alex und Clara unter die Lupe genommen. Abgesehen von speziellen Einzelheiten, die auf die jeweiligen Berufe zurückzuführen sind (manche Themen KANN man Alex nur verzeihen, wenn man sich immer wieder in Erinnerung ruft, dass er halt viel mit Primaten zu tun hat), wird einem aber auch viel vor Augen geführt, was jeder selbst im jeweiligen Beziehungsalltag ebenfalls kennt. Das Buch lebt vom ironischen Schreibstil und der Fähigkeit des Autors, den Finger genau auf den Punkt legen zu können.
Eine unterhaltsame Geschichte, die aber auch zum Nachdenken anregen kann.
Alex ist Verhaltensforscher und beschäftigt sich mit dem Paarungverhalten von Primaten. Seine Frau Clara ist Urologin und sieht berufsbedingt eindeutig zu viele nackte Männer. Er hat noch viel Liebe zu geben und sucht schüchtern ihre erogenen Zonen. Sie ist genervt von seinen Verführungsversuchen und Vorschlägen zur gemeinschaftlichen Beischlafplanung. Irgendwie lieben sie sich nach langen Ehejahren noch immer. Als seine roten Markierungen im Kalender immer spärlicher werden, entschließt er sich probeweise und um sich selbst zu beweisen, dass er's noch kann, seine Frau zu betrügen. Kongresse und Vortragsreisen scheinen genug Gelegenheit dazu zu bieten. Doch die eigenen Fantasien in die Tat umzusetzen erweist sich für Alex als sehr viel schwieriger als gedacht.
Fazit:
Zwar steht auf dem Buchumschlag das Genre "Roman", wer allerdings hier reine Unterhaltung erwartet, täuscht sich. Halb ein Roman, halb eine Sozialstudie, wird das Zusammenleben von Alex und Clara unter die Lupe genommen. Abgesehen von speziellen Einzelheiten, die auf die jeweiligen Berufe zurückzuführen sind (manche Themen KANN man Alex nur verzeihen, wenn man sich immer wieder in Erinnerung ruft, dass er halt viel mit Primaten zu tun hat), wird einem aber auch viel vor Augen geführt, was jeder selbst im jeweiligen Beziehungsalltag ebenfalls kennt. Das Buch lebt vom ironischen Schreibstil und der Fähigkeit des Autors, den Finger genau auf den Punkt legen zu können.
Eine unterhaltsame Geschichte, die aber auch zum Nachdenken anregen kann.
Sonntag, 22. April 2012
Michael Schmid - Fragmente des Wahns
Kurzbeschreibung:
Was würdest du tun, wenn dein Leben völlig aus den Fugen gerät? Wie weit würdest du gehen, um es zurückzubekommen? Wärst du bereit für die Wahrheit?
Als Alex nach einem harmlosen Autounfall in einem Regensburger Krankenhaus erwacht, ahnt er noch nicht im Entferntesten, was ihn und seine Familie erwarten wird. Nichts in seinem Leben und in seiner Gedankenwelt wird mehr so sein, wie es einst war. Denn das Grauen und furchtbare Halluzinationen warten nur darauf, sachte an die Oberfläche zu treten und einen Wahn ohnegleichen auszulösen.
Und am Ende stellt sich nur eine Frage: Wie viel Schmerz kann ein Mensch ertragen, bis er zerbricht?
Fazit:
Die Geschichte läuft locker an, der Schreibstil ist flüssig und man findet schnell einen Einstieg in das Leben der Protagonisten.
Alex's Leben gerät aus der Bahn, als nach einem eigentlich leichten Autounfall nichts mehr so ist, wie es mal war. Was ist mit ihm passiert?
Schnell merkt der Leser: da kommt noch was! Alles ist, vom Autounfall abgesehen, erstmal zu perfekt, um real zu sein, aber was wird da kommen? Tja, zuviel möchte ich natürlich auch nicht verraten, aber wenn es dann kommt, dann ordentlich!
Ich habe dieses Buch in einem Tag verschlungen und hätte es auch gar nicht mehr aus der Hand legen können! Alle, die Thriller a la Fitzek mögen, werden dieses Buch ebenfalls lieben!! Von mir: absolute Kaufempfehlung!!
Was würdest du tun, wenn dein Leben völlig aus den Fugen gerät? Wie weit würdest du gehen, um es zurückzubekommen? Wärst du bereit für die Wahrheit?
Als Alex nach einem harmlosen Autounfall in einem Regensburger Krankenhaus erwacht, ahnt er noch nicht im Entferntesten, was ihn und seine Familie erwarten wird. Nichts in seinem Leben und in seiner Gedankenwelt wird mehr so sein, wie es einst war. Denn das Grauen und furchtbare Halluzinationen warten nur darauf, sachte an die Oberfläche zu treten und einen Wahn ohnegleichen auszulösen.
Und am Ende stellt sich nur eine Frage: Wie viel Schmerz kann ein Mensch ertragen, bis er zerbricht?
Fazit:
Die Geschichte läuft locker an, der Schreibstil ist flüssig und man findet schnell einen Einstieg in das Leben der Protagonisten.
Alex's Leben gerät aus der Bahn, als nach einem eigentlich leichten Autounfall nichts mehr so ist, wie es mal war. Was ist mit ihm passiert?
Schnell merkt der Leser: da kommt noch was! Alles ist, vom Autounfall abgesehen, erstmal zu perfekt, um real zu sein, aber was wird da kommen? Tja, zuviel möchte ich natürlich auch nicht verraten, aber wenn es dann kommt, dann ordentlich!
Ich habe dieses Buch in einem Tag verschlungen und hätte es auch gar nicht mehr aus der Hand legen können! Alle, die Thriller a la Fitzek mögen, werden dieses Buch ebenfalls lieben!! Von mir: absolute Kaufempfehlung!!
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