Bücher

Bücher lesen heißt, wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben über die Sterne.
-
Jean Paul

Freitag, 5. Dezember 2014

[Rezension] Nora Roberts - Grün wie die Hoffnung

Kurzbeschreibung:
"Irland im 12. Jahrhundert: Ein Sturm tobt in der Welt, ein Kampf zwischen Gut und Böse, denn die dunkle Königin Lilith sammelt ihre Krieger. Die Keltengöttin Morrigan, erteilt Hoyt Mac Cionaoith den Auftrag, den "Ring der Sechs" zu sammeln. Die Suche nach seinen Gefährten trägt ihn durch Zeit und Raum bis nach New York - in die Arme einer unwiderstehlichen Frau. Doch Glenna Ward hat Pläne mit ihrem Leben und hält nichts davon, ihr Schicksal an einen undurchsichtigen - und ziemlich attraktiven - Kelten zu binden..."

Fazit:
"Grün wie die Hoffnung" ist der erste Teil von Nora Roberts' "Ring-Trilogie" und ist einerseits ein typisches Nora Roberts - Buch, andererseits aber auch gerade nicht.

Liebe, Irrungen, Wirrungen und Schicksal - das sind gewohnte Zutaten für Tante Noras Erfolgsrezepturen und darin weicht sie auch hier nicht ab. Hexen und Zauberern begegnet man auch hin und wieder in ihren Büchern, so viele mythische Gestalten versammelt sie aber sonst eher nicht: Hexe, Zauberer, Gestaltenwandler, Zeitreisende, Vampire und die Keltengöttin herself - ein erlauchter Kreis, dem der Leser begegnet.

Man mag argwöhnen, dass es "zuviel" ist - zuviel von allem, um von einer Romanautorin wie Nora Roberts glaubhaft umgesetzt zu werden. Aber genau das ist es nicht! Trotz dieses durch Zeit und Raum zusammengewürfelten Haufens seltsamer Gestalten sind sie doch vor allem eins: Menschen mit den menschentypischen Bedürfnissen und Ängsten und damit kennt Frau Roberts sich ja aus.

Auch jenseits der zwischenmenschlichen Beziehungen ist der Plot stimmig, wenn auch ungewöhnlich für die Autorin: Die Vampirkönigin Lilith plant eine Art Armageddon und will die Welt, wie sie jetzt ist, vernichten und sich ihr eigenes Reich bauen. Warum auch immer hat die Göttin Morrigan beschlossen, dies zu vereiteln und ausgerechnet einem mittelalterlichen Zauberer die Verantwortung dafür übertragen - der Leser darf gespannt sein.

Der Lesefluss ist durchweg gut, da Nora Roberts auf einen gekonnten und erprobten Mix aus Gefühlen und Handlungsgegenstand setzt und die Charaktere ihrer Protagonisten so gestaltet, dass man sie natürlich einfach gern haben muss - dennoch sind sie alle so unterschiedlich, wie man es bei der jeweiligen Herkunft vermuten würde. Besonderes Geschick beweist sie auch bei der Gegenseite: die Antagonistin Lilith scheint eine faszinierend Persönlichkeit zu sein und ich bin gespannt, was man von ihr im zweiten Teil der Trilogie "Blau wie das Glück" noch erwarten darf.

Nora Roberts
"Grün wie die Hoffnung" 
ISBN: 978-3-442-36532-6
erschienen bei Blanvalet

Kommentare:

  1. Danke ♥
    Ich liebe Nora, aber an ihre fantastischen Romane trau ich mich nicht so ran... mal sehen, jetzt vielleicht doch :)
    Liebste Grüße und eine schöne Vorweihnachtszeit
    Claudia

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    1. Also mit ihren J. D. Robb - Büchern kann ich auch nichts anfangen, das ist mir zu sehr Science Fiction - aber dieses hier hat mir wirklich gut gefallen, gerade lese ich den zweiten Teil :-)

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  2. Hallo,
    diese Reihe sind so ziemlich die Einzigen Bücher die ich von Nora Roberts gelesen habe, und ich fand sie eigentlich ganz gut :D
    Eine tolle Rezi von dir und ich glaube die Reihe sollte ich irgendwann nochmal lesen.

    Liebe Grüße

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